Sieben Wochen

Sieben Wochen ist es her. Am Pfingstsonntag geschah der Unfall, den Marco und sein Freund nur knapp überlebten. Heute sitzen sie zusammen in einem Zimmer in der Rehaklinik, beinah wieder die Buben, die sie vorher waren. Sie reden, sie lachen, sie ertragen ihren Alltag. Die schlimmen Wochen mit Operationen, Morphium und Bewusstseinsstörungen sind überstanden. Marco ist noch auf den Rollstuhl angewiesen, vergisst viel, sein Freund wird noch am Auge operiert werden. Aber die schweren Verletzungen sind dabei zu verheilen. Zumindest die körperlichen. Und die längste Zeit in den Kliniken ist hoffentlich vorbei.

Seine Schwester brachte heute eine Schüssel voll selbst gebackener Muffins, sein kleiner Bruder hatte einen Laptop mit Filmen im Gepäck. Ich kam mit den obligatorischen Maultaschen, und so gefällt es Marco. Er hatte schon vor uns Besuch gehabt von seiner Tante und seinen Cousinen, Programm also ab mittags. Das braucht er am Wochenende, er wüsste sonst nicht, wie er die Zeit herumbringen soll.

Ein bisschen gestresst war er, ungeduldig manchmal, ich glaube, er hat Angst. Angst vor der Untersuchung in Ulm nächste Woche, vor der Fahrt, und dass sein Becken auch weiterhin nicht belastet werden darf. Angst, dass deshalb mit dem Lauflern-Training nicht begonnen werden kann, dass er lange in Gailingen bleiben muss, dass sein Freund früher nach Hause geht.

Viel haben die beiden geschafft. Große Anstrengungen haben sie gemeistert. Aber der Weg ist trotzdem noch lang.

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