Erstaunlich

Es gibt auch das Gute am Schlechten, dachte ich gestern. Es ist nämlich so: Ich rauche nicht. Ich rauche seit Jahren nicht mehr, außer manchmal seit dem Unfall meines Sohnes vor einem halben Jahr. Bevor wir ihn besuchten, rauchten wir eine Zigarette, und danach noch eine auf dem Parkplatz der Klinik, jeden Tag, es war die einzige Freude viele Wochen lang. Dann ließ ich es wieder, fing wieder an, ließ es wieder usw. Ich rauche nie viel, und ich werde aufhören damit, sobald ich aus all den Sackgassen, in die ich mich derzeit verirrt habe, wieder herausfinde.

Natürlich weiß ich, wie schädlich Zigaretten sind, sowieso in meinem Alter. Doch gerade diese Erkenntnis wurde gestern in Frage gestellt. Den ganzen Tag über hatte ich Beklemmungen in der Brust gehabt, mein Herz pochte und ich fühlte mich nicht gut, als ich nach der Arbeit mit meiner Mutter Einkaufen ging. Trotzdem endete es damit, dass ich später bei ihr in der Stube saß und zwei Zigaretten rauchte aus einer Schachtel, die herum lag.

Was soll ich sagen? Als ich ihr einen Abschiedskuss auf die Wange drückte, atmete ich freier und es ging mir insgesamt besser. Die Beklemmungen waren weg. Vielleicht war es Zufall, am Freitagabend schwindet natürlich der Druck der Arbeit und das Wochenende darf kommen. Mir ging’s allerdings so abrupt besser, dass es auffiel und es ist zumindest nicht auszuschließen, dass es an den Zigaretten lag.

Wer es testen will: Es waren die Billigen von Netto. Sind ziemlich leicht und schmecken ein bisschen wie Stroh. Ich halt euch auf dem Laufenden.

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