Christkindlesmarkt

Kalt ist es. Sehr kalt. Den Glühwein muss man schnell trinken, sonst wird auch er kalt. Eine Bratwurst gehört dazu, die muss man schnell essen. Der letzte Rest ist meistens kalt.

Dampf über Wurst oder Dinnete, Dampf überm Glühwein, Dampf vor dem Mund: weiße Wölkchen in dunkle Kälte gemalt, wir wippen auf und nieder, um uns warm zu halten, und alles dampft ein bisschen. Wir schauen den Leuten zu, die dasselbe machen wie wir: Essen, trinken, Leute angucken. Die Stände gucken wir auch an, warmes Licht dringt aus ihnen und wir entdecken Sterne und Seifen, Schmuck und Wollenes, Holzgeschenke und Kerzen aller Macharten.

Natürlich trifft man immer jemanden. Welches Hallo jedes Mal, was für eine Freude! Manche habe ich lange nicht gesehn, andere erst gestern, egal. Jede Begegnung ein kleines Fest. Vielleicht, weil wir uns gerade auf dem Christkindlesmarkt noch nie gesehn haben; vielleicht, weil wir uns gegenseitig von der Kälte ablenken. Wir plaudern, albern, tupfen fröhlich die triefende Nase ab, wärmen mit behandschuhten Händen das Gesicht, lachen mit den Augen weiter.

So muss es sein. Sonst schmeckt der Glühwein nicht richtig.

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Ein Gedanke zu „Christkindlesmarkt

  1. Karin

    Hallo, weißt du noch, als du mir dort beim Round Table damals -vor 3 Jahren??? Brian gezeigt hast…wahnsinnig, wie schnell die Zeit doch vergeht.
    Ich mag´ die Kälte, die Wölkchen und der Dampf überall… und wenn dann noch Schneeflöckchen fallen…
    Gruß Karin

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