Geschenkt!

Wie war das noch, als meine Tochter mir mit etwa drei Jahren einen selbstgebastelten Stern zu Weihnachten schenkte? Tagelang freute sie sich darauf, wie glücklich ich sein würde über dieses Geschenk. Sie wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass es schönere Sterne gab und dass ich schon zwölf Sterne von ihr besaß. Über solche Dinge dachte sie erst nach, als sie älter wurde. Diesen einen Stern besaß ich damals jedenfalls noch nicht, und sie hatte ihn für mich angefertigt. Ohne Zweifel würde meine Freude groß sein, und so war es auch. „Erst wenn ihr werdet wie die Kinder, gehört euch das Himmelreich“, sagt Jesus.

Heute frage ich mich wie jedes Jahr: Ist Weihnachten als Anlass zum Warenaustausch verkommen? Für die materiellen Bedürfnisse der Menschen hat das Fest ausgedient, denn was wir brauchen, haben wir. Es ist nur noch die Lust am Neuen, die bei all der Freude darauf übrigbleibt. Und doch ist ein Geschenk nicht nur das, was man anfassen kann. Es besteht auch aus der Zeit und vor allem aus den Gedanken desjenigen, von dem es kommt, um gerade dieses Geschenk auszuwählen, es zu besorgen, zu verpacken und zu überreichen.

Jesus hat uns gezeigt, wie es geht, und das ist es, was es auch oder gerade in der modernen Zeit zu feiern gibt: die Freude am Geben, an uns selbst, an der Liebe.

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