Kulturunterschiede

Für drei Britische Pfund bekommt man eine wuchtige Portion Fish & Chips, die nicht schmeckt wie bei uns, sondern nach nichts. Deshalb schüttet der gelernte Engländer Salz und Essig (!) über alles, auch über die Pommes, die wie der Toast in England  daherkommen: weich und lommelig. Knusprig ist nur die Panade, die so viel Öl aufnimmt, dass einem hinterher ein bisschen schlecht werden kann. Trotz Essig, der angeblich bei der Verdauung hilft.

Wir saßen mit meinem Sohn vor einem Imbiss in der Sonne, aßen Fish & Chips und er plauderte von Freunden aus allerlei Kulturen und Ländern, die er hier fand. Von schrill aufgemachten Menschen berichtete er (Brighton ist gay), von freundlichen Busfahrern, frechen Mädchen in engen Klamotten, von seiner Mühe mit der Konzentration und von neun Fehltagen in der Sprachschule, weil er in Pubs und Clubs hängen geblieben war bis zum Morgen. Auf meine hochgezogenen Augenbrauen hin erinnerte er an die langen Monate, die er im Krankenhaus verbrachte, und dass er den Kurs um zwei Wochen verlängern werde, um das Zertifikat trotzdem zu schaffen. Am liebsten würde er hierbleiben, sagte er.

Mal sehn, was er vom Fußballspiel Deutschland gegen England am Sonntag erzählen wird! Natürlich brachten wir ihm eine deutsche Fahne mit.

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