Fragen, die keine Antworten brauchen

Wie kann es sein, dass ich bei der Fahrt auf abschüssigem Weg manchmal in die Pedale getreten muss, während das Rad bergauf fast von selbst läuft? Richtig. Es kann nicht sein. Geht ja gar nicht. Es ist wohl so, dass unter bestimmten Bedingungen die Optik uns einen Streich spielt. Was aussieht, als gehe es leicht bergab, führt in Wirklichkeit leicht bergan und umgekehrt. Welche Merkmale zur Orientierung müssen fehlen, damit nicht unsere Augen erkennen, ob es rauf oder runter geht, sondern unsere Oberschenkel?

Außerdem bin ich noch nicht dahinter gekommen, woher an einer bestimmten Stelle meines Wegs zur Arbeit ein Duft strömt wie aus einem gewaltigen Blumenbouquet. Es stehen dort nur ein paar Bäume herum, und sie blühen nicht. Heute habe ich kurz angehalten. Es sind Linden, glaube ich, und im Laub verstecken sich kleine, grüne Fruchtstände. Oder sind das Blüten?

Nächste Frage: Warum erinnert mich ein bestimmter Luftzug an Wanderungen, die ich als 15jährige während eines Kuraufenthalts in Bayern unternahm? Ist es die feuchte Wärme wie in jenem verregneten Sommer? Der Geruch nasser Bäume? Oder der Wunsch, in diesem Augenblick hier sein zu wollen und nirgendwo anders, so wie damals?

Nur über solche Dinge denke ich nach, wenn ich morgens zur Arbeit radle und abends wieder heim. Und das ist sehr gut so.

4 Gedanken zu „Fragen, die keine Antworten brauchen

  1. Anhora Autor

    Sorry, ich hatte vergessen dass du die Kommentarfunktion in deinem Blog nicht ohne Grund deaktiviert hast. Es ist nur so, dass Missverständnisse für mich die Möglichkeit darstellen, Neues zu erfahren bzw. dazu zu lernen. Deshalb frage ich gerne nach, wenn mir etwas nicht klar ist. Aber ich möchte deinen Wunsch respektieren und halt mich zurück in Zukunft zurück, versprochen. 🙂

    Grüßle!

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  2. Bredenberg

    Missverständnis: Das Gehirn simuliert keinen Unfall, sondern simuliert die Darstellung des Unfalls, also die Art und Weise, wie er erlebt wird. Die DARSTELLUNG (das Erlebnis) der Außenwelt ist m.E. eine Simulation des Gehirns. Die Außenwelt selbst gibt es auch ohne Gehirn. Das Erlebnis der Außenwelt ist nicht die Außenwelt selbst.

    Ach, ich mag keine Kommentare. Sie führen immer wieder zu Missverständnissen. Sagte ich schon einmal.

    Herzlichst Bredenberg

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  3. Anhora Autor

    Widerspricht das nicht ein bisschen deinem neuesten Eintrag? Das Gehirn mag kaum einen Unfall simulieren wollen, durch den es hätte ausgelöscht werden können. Es lief mir kalt über den Rücken, als ich die Geschichte las, zu Unfällen habe ich eine erheblich gestörte Beziehung. Naja hat wahrscheinlich jeder. Da wünsche ich uns allen doch angenehmere Projektionen, z.B. ein kühler Windhauch an diesem heißen Abend und ein Diener, der mir einen Ramazotti mit Zitrone und Eis serviert. 😉

    Grüße
    Anhora

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  4. Bredenberg

    Die Darstellung der Außenwelt ist eine Simulation unseres Gehirns. Jedes Gehirn wählt sich eine Darstellung, in der es sich wohlfühlt und in der es sich gut und gefahrlos (über)leben lässt.
    Davon überzeugt …

    Bredenberg

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