Ich war einmal eine Tomate

Als ich heute das Abendessen zubereitete, entdeckte ich ein weiteres Entspannungs- und Belohnungsstandbein (als Ex-Raucher braucht man das), und es ist: Abendessen zubereiten. Ich bin nämlich gerade dabei, das Kochen zu einer meditativen Tätigkeit zu entwickeln. Also werfe ich nicht einfach ein paar Tomaten in die Pfanne und rühr um, sondern ich schau mir die Tomaten erst einmal an. Ich versuche zu spüren, was sie brauchen: welche Gewürze, welche Temperatur, für wie lange sie in die Pfanne wollen und vor allem: mit wem. Ich werde praktisch zur Tomate.

Bei dieser Tätigkeit rücke ich weit weg vom Druck im Büro, von allerlei Ängsten um Kinder und Zukunft, auch die Bügelwäsche ist egal. Ich schnipple und kombiniere, koste und verliere mich in mein Werk, bis am Ende zwei duftende Teller da stehen. Man schmeckt dann nicht nur die Zutaten, sondern auch das Einsgewordensein mit den Tomaten. Oder was es eben ist.

Schmeckt die Speise fad – auch das kommt vor -, ist es mir nicht gelungen abzuschalten. Dann schenk ich mir einen Ramazotti ein.

2 Gedanken zu „Ich war einmal eine Tomate

  1. Anhora Autor

    Danke für die Ermunterung! Ich bin noch etwas entfernt davon mich zu fühlen, als hätte ich nie geraucht. Aber das wird sicher noch. Ohne Zigaretten lebt es sich auf jeden Fall besser als mit. 🙂

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  2. T.M.

    Ich weiss, was Fawlty Towers ist.

    P.S.: Es gibt einen Zustand nach dem des Ex-Rauchers. Will sagen, man bleibt nicht immer Ex-Raucher. Man wird wieder ganz normal. Man denkt gar nicht mehr dran, dass man mal geraucht hat.

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