… spielendes Blatt …

Raus aus der Wohnung, rauf auf den Berg. Gestern nach Bregenz gefahren, Pfänder bestiegen, 650 m Höhenunterschied  in 1 ½ Stunden. Danach ist man frei von störendem Tiefenkram.

Der Fußpfad beginnt hinter dem Parkplatz, wir schulterten die Rucksäcke und los. Steil. Es bleibt wenig Zeit, um Gedanken nachzuhängen. Vergangenes, Job, Chefs, Zukunftsgespenster –je weiter man nach oben schnauft, desto mehr zählt nur noch: Wie turne ich über die Steine, ohne mir die Knöchel zu verknaxen? Wie geht das Herumstochern mit den Wanderstöcken am Besten? Wie krieg ich den Lehm von den Schuhen?

Auf dem Gipfel ist es dann, als wäre der ganze Mist des derzeitigen Lebens durch ein Sieb gelaufen. Unten tropft raus, was von Bedeutung ist: Nicht viel. In der Sonne sitzen zum Beispiel, durchatmen, die Waffeltüte mit Himbeereis in meiner Hand. Eine Stunde lang saßen wir da, vielleicht zwei. „Mein Glück ist ein spielendes Blatt im Sommerwind …“ fiel mir ein. Ruhe. Das andere blieb im Tal, unwichtig.

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3 Gedanken zu „… spielendes Blatt …

  1. Karin

    Hoffe du hast das Abschlußradler nicht vergessen – kann mich noch so gut an unsere Wanderung erinnern…
    Bertram kam nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß…+
    Schöne Erinnerung – ich glaub, das nächste Mal versuche ich es mit meinem neuen Fahrrad – bin nur noch nicht ganz so weit mit der Kondition…

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