Richtungsweisend fürs neue Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres tat ich etwas, was ich sonst nie tue. Die Vorsätze und Wünsche, die um Silvester herum von überall her um einen herumflattern, steckten mich vielleicht an, oder mir war einfach durch eine gerade angebrochene neue Zeiteinheit nach Reinigung und Kontemplation. Jedenfalls legte eine ich mich am Neujahrstag in die Badewanne.

Eine derart zeitraubende Prozedur zur Körperreinigung ist in meinem Tagesprogramm in der Regel nicht vorgesehen, die Verschwendung von so viel heißem Wasser schon gar nicht. Aber mir war auf einmal nach gründlichem Aufweichen und Ablösen all dessen, was da haftete. Mir war nach Erwärmung, nach dem Freiwerden zusammengepresster Schulter- und Nackenmuskeln, mir war nach Kontemplation.

Also versank ich im Duft von tetesept „Abendruhe“, obwohl es morgens war (ich hatte kein anderes Badeöl zur Hand) und entschied nach einer Weile, dass ein wesentlicher Bestandteil von 2013 das Hinhorchen sein wird auf das, was mir selbst zugute kommt, auch wenn es sonst niemandem dient. Aber das nehme ich mir jedes Jahr vor und mit mir wahrscheinlich Millionen von Frauen, es bedarf keines Vollbades, um darauf zu kommen. Ich sann auf Originelleres, doch es fiel mir nichts ein und so stieg ich nach einer Stunde ergebnislos wieder aus dem Wasser.

Während ich mich dampfend in ein Badetuch hüllte, erkannte ich immerhin, dass mein genereller Anspruch, alles müsse zu etwas nütze sein, mir im Weg steht. Darüber lohnt es sich nachzudenken, dachte ich und legte mich aufs Sofa, um mir kluge Gedanken darüber zu machen. Darüber bin ich sofort eingeschlafen. Probieren geht über Studieren.

6 Gedanken zu „Richtungsweisend fürs neue Jahr

  1. Sofasophia

    gute idee … das bad und der ganze rest. ich bade auch nur selten (wenn eine erkältung sich anmeldet oder so), aber wenn, geniesse ich es immer sehr.
    schön, dass du das aufgeschrieben hast. ermutigend!

    herzlich, soso

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    1. Anhora

      Liebe SoSo, ich kann es nur empfehlen. Stelle fest, dass durch die Wärme das Gedankenkarussell langsamer wird. Das ist nicht nur bei Erkältungen eine gute Sache.

      Schönen Abend noch!

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  2. Hausfrau Hanna

    Das ist wohl wahre Entspannung,
    liebe Anhora,
    wenn einem weder originelle, noch kluge, noch andere Gedanken durchs Hirn rotieren, und man einfach nur einschläft. Sofort, weich und tief 🙂

    Ein gutes 2013 mit vielen solchen Augenblicken
    wünscht Hausfrau Hanna

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    1. Anhora

      Herzlichen Dank für deine Grüße, liebe Hausfrau Hanna! Ich hab es heute gleich noch einmal probiert, und es war wieder dasselbe. Nach dem Bad direkt eingepennt auf dem Sofa. Herrlich. Auch der Muskelkater ist nicht mehr so schlimm …

      Hoffe du hattest auch einen erholsamen Sonntag!

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