Tanzen auf Beton

Alles, was man tut, um geliebt zu werden, ist umsonst getan. Umsonst in allen Bedeutungen des Wortes: vergebens getan und ohne dass eine Gegenleistung gewährt würde. Es war ja keine Handlung gefordert worden. Und dass jemand mit Liebe auf etwas reagiert, was er nicht wollte und nicht forderte, ist nicht zwangsläufig, sondern eher unwahrscheinlich. Denn auf die Gefühle der anderen hat man keinen Einfluss. Die muss man hinnehmen. Man kann sie gutheißen oder ablehnen, man kann sich über sie freuen oder sich über sie ärgern; sie ändern zu wollen, ist ein schweres und ganz sicher ein dummes Unterfangen. Denn nur auf sich selbst kann man Einfluss nehmen, nicht auf die anderen. Geliebt wird man nicht für die Dinge, für die man geliebt sein will oder von denen man glaubt, dass sie die Liebe der anderen verdienen, sondern für ganz andere. Und welche das sind, darauf hat man keinen Einfluss.

Buchauszug: „Tanzen auf Beton“ von Iris Hanika

(Mangels eigener Einfälle zitiere ich heute das, worüber sich jemand anders Gedanken gemacht hat.)

Liebe

2 Gedanken zu „Tanzen auf Beton

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