Verbundenes

Was dieser Baum so leidenschaftlich an sich drückt, ist ein Nagelfluh. Darunter versteht man fest zusammengebackene Gesteins- und Geröllmassen aus der Eiszeit. Der Nagelfluh-Brocken lag also schon ein paar Millionen Jahre herum, als vor etwa zweihundert Jahren das Unglaubliche geschah: Eine Tanne erblickte hier das Licht der Welt, wurde groß, und die beiden verliebten sich ineinander. Der Baum legte einen Arm um die vollendet glattgeschliffene Steinfee, die sich wiederum eng an seinen Fuß schmiegte. In ihrem grünen Sommerkleid sind sie noch heute unzertrennlich – und werden es wohl auch bleiben.

salmaser-hoehe

(Gesehen in der Nähe von Wiedemannsdorf im Allgäuer Voralpengebiet)

14 Gedanken zu „Verbundenes

    1. Anhora Autor

      Ich kannte diesen Stein nicht, er gehört wohl auch ins Voralpengebiet. Da lieg ich mit dem Wohnort Bodenseegebiet knapp daneben! Dass man aus diesem Konglomerat Häuser bauen kann, wusste ich nicht. Ich dachte, der Stein wäre zu porös. Danke für die Info, wieder was g’lernt! 🙂

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  1. Ulli

    Wunderschön!
    Es gibt ein Buch: Baum und Stein oder umgekehrt, das wunderbar diese wunderbare Freundschaften beschreibt, leider weiss ich den Autor nicht mehr.
    liebe Grüsse
    Ulli
    und danke für das Wort: Nagelfluh

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    1. Anhora Autor

      Vielleicht „Baum liebt Stein“? 😉
      Die Gesteinsart Nagelfluh kannte ich auch nicht. Es wird nur im Allgäu so genannt, Einheimische nennen es auch „Herrgottsbeton“, weil es eben aussieht wie verwitterter Waschbeton. Die Nagelfluh-Kette mit ihrem hohen Vorkommen dieses Gesteinkonglomerats hat daher ihren Namen.

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  2. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!
    Ha Du kennsch di aus en dr Botanigg. Des isch a schees Bildle. En dr Nadur bassieret halt doch emmr die ogwehnlichschde Sacha. Ond des in aller Schdille. Gut, dass des gnibst hosch.
    I wünsch dr no an scheena Obnd.
    Grüßle von dr Alb
    Mallybeau

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