Schlossgespenster

wien-schoenbrunn-2 Im Schloss Schönbrunn lebte einst eine bemerkenswerte Frau. Sie hatte bodenlanges Haar, trug ein Tattoo, rauchte, liebte Tanzen und Feste, sie achtete übertrieben auf ihre schlanke Figur und war überdies eine herausraggende Reiterin.  Zu ihrer Zeit war sie eine der schönsten und begabtesten Damen der Gesellschaft, doch all der Pomp und Reichtum machte die Prinzessin aus Bayern und spätere Kaiserin von Österreich nicht wirklich glücklich: Sisi.

Als wir uns im Besucherstrom durch die prunkvollen Ballsäle und die luxuriösen Gemächer der Kaiserin schoben, wurde mir ein wenig bang. 8000 Menschen besuchen dieses Schloss im Durchschnitt. Pro Tag. Alle schauen auf ihr Bett, ihre Spiegel, ihre Kämme – was mag es machen mit ihr? Welche Energie entsteht, wenn Millionen Unbekannte in private Räume eindringen und von der Person träumen, die hier lebte, sie gewissermaßen „rufen“?

Dasselbe Gefühl beschlich mich in einem anderen Raum des Schlosses. Hier spielte Wolferl Mozart dem Kaiserpaar zum ersten Mal auf dem Klavier vor, da war er ungefähr vier Jahre alt. Es gab sie wirklich. Sie waren hier. Sie bleiben unvergessen. Können die Seelen solcher Menschen Ruhe finden?

wien-schoenbrunn

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus Wien.

Mehr über Sisi

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32 Gedanken zu „Schlossgespenster

    1. Anhora Autor

      Viel Glück damit, bei deinen Kommentaren die richtige Webadresse zu hinterlegen! Damit wir dich finden. 🙂 Wenn man jetzt bei deinem Kommentar auf deinen Namen klickt, kommt die Meldung „Seite nicht gefunden“. 😦

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            1. Anhora Autor

              Ah! Nun sehe ich, dass die Adresse bloggich.wordpress.com auch funktioniert. Nur wenn du einen Kommentar machst, dann kannst du diese Adresse hinterlegen. Wenn dann jemand auf deinen Namen klickt, landet er auf deinem Blog.
              Hab einen schönen Tag! 🙂

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            2. Bloggich

              Oh, dankeschön, dass du mir diese Rückmeldung gibst. dAnn ist dieses Problem, dank dir anscheinend beseitigt. Meinst du mit „hinterlegen“ sie in einem Kommentar zu posten oder in wordpress irgendwo einzugeben? (ich suche schon einmal danach) Aber du hast mir schon richtig geholfen, ich wünsche dir einen richtig schönen Tag, liebe Anhora. Liebe Grüße

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            3. Anhora Autor

              Deine Webadresse ist schon richtig. Nur wenn du einen Kommentar hinterlässt, wird nicht die richtige Webadresse verwendet, d.h. wenn man auf deinen Namen klickt bei deinem Kommentar, dann wird dein Blog nicht gefunden.
              Ich hab grad entdeckt, wo man das einstellen kann: Klick mal auf
              https://bloggich.wordpress.com/wp-admin/users.php?page=grofiles-user-settings
              (du musst natürlich eingeloggt sein)
              und scrolle bis zur Überschrift „Kontodetails“. Dort ist ein Feld mit der URL, die bei deinen Kommentaren hinterlegt wird. Hier muss stehen: bloggich.wordpress.com

              Du findest das auch unter wp admin / Benutzer / Persönliche Einstellungen –> Kontodetails.

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            4. Bloggich

              Vielen Dank, liebe Anhora, für deine Mühe. Ich habe es geändert und verstehe das auch jetzt und wäre nie darauf gekommen, wenn du nichts gesagt hättest. Du hast mir wirklich geholfen. Hab einen richtig schönen Abend. Liebe Grüße von mir 🙂

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  1. Lakritze

    … wenn Millionen Unbekannte in private Räume eindringen und von der Person träumen, die hier lebte, sie gewissermaßen „rufen“?
    Diese unterhaltsame Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich vermute, sie warten, bis die Bilder, die sich die Welt von ihnen macht, gar nicht mehr stimmen, und dann verschwinden sie einfach zwischen den falschen Vorstellungen.

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    1. Anhora Autor

      Man hört eben öfters (ich erlebe es auch selbst,) dass man Verstorbene manchmal noch spürt, vor allem wenn man sie nicht gehen lassen will oder wenn man Bilder und Gegenstände von ihnen vor sich hat. Deshalb tat mir Sisi bei dem Rundgang Leid. Aber deine Sichtweise ist interessant. Stimmt ja: nach langer Zeit erinnert man sich nicht mehr an die Menschen, die da einmal lebten, sondern an den Mythos. Was für ein schönes Bild: „Sie verschwinden einfach zwischen den falschen Vorstellungen!“ Die Gotthabsieseligen müssen sich also nicht im Grab rumdrehen. 🙂

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        1. Anhora Autor

          Wie ist denn die URL deines Blogs, damit man dich mal besuchen kann? Also die Adresse, die oben in der Zeile steht, wenn dein Blog aufgerufen wird?
          Wenn du Kommentare schreibst und dies über den jeweiligen Blog machst, dann kannst du dort einen Namen un die URL deines Blogs eintragen. Wenn du über den Reader kommentierst, geht das nicht.

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            1. Anhora Autor

              Nun hab ich endlich deinen Blog gefunden, der ja sehr schön ist! 🙂

              Bei deinen Kommentaren ist eine falsche URL hinterlegt, nämlich bloggich.wordpress.com, und es muss ja cygniblog.wordpress.com heißen.
              Klick mal auf https://cygniblog.wordpress.com/wp-admin/users.php?page=grofiles-editor
              Da kann man ganz unten bei „Links“ eine Webadresse eintragen. Bei mir steht meine Blog-Adresse, also anhora.wordpress.com
              Weiß zwar nicht ob das hilft, aber Versuch ists wert, denn so findet dich ja keiner.

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  2. meertau

    sehr interessant, die fragen, die du stellst. ein wunderschönes glasperlenspiel.
    und nun….. habe ich fürchterliche sehnsucht nach meinen wiener freunden, die ich schon mehr als ein halbes jahr nicht gesehen habe….. soifz

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  3. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora
    Do hosch rächt! Des isch scho brudal, solche Menschamassa, die däglich do ommanandr laufet. S isch scho seltsam. I dät mi do glaub et so wirglich wohl fühla …
    D Fodole send toll. Sooo viele Pferdle. Abr wo ischs Äffle….
    Do hent r jo a schees Ausflügle ghet 🙂
    Grüßle von dr Alb
    Mallybeau

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