Wien, Wien, nur du allein …

Man hat ein bestimmtes Gefühl, wenn man durch die Straßen einer Stadt geht. Wer die Cafes und Läden besucht, vor Sehenswürdigkeiten steht und die Leute beobachtet, der entdeckt in jedem Ort ein eigenes Flair.

In Wien waren es (soweit man es nach ein paar Tagen beurteilen kann) Nostalgie, Eleganz, Kaffeehäuser und eine beschwingte Entspanntheit, die mir auffielen. Die Menschen sind höflich, aber locker und gelassen. Selbst an den überlaufensten Einlässen fühlten wir uns nicht abgefertigt und alles ist perfekt organisiert. Vom Stadtbild her ist jeder Quadratzentimeter sauber, gepflegt und – touristisch erschlossen. Man kann eben aus dem Vollen schöpfen mit Kaiserin Sisi und den prunkvollen Schlössern der Habsburger, Hofreitschule und Hundertwasserhaus, Burgtheater, Sacher-Hotel und Prater, um nur einige zu nennen. Wiener Schnitzel und Kaiserschmarren fehlen natürlich auf keiner Speisekarte.

Im Vorbeigehen hört man oft slawische Sprachen, aber auch englische Wortfetzen wehen einem um die Ohren. Nur Österreicher findet man kaum. Schade, ich hätte gern mehr Wiener Schmäh gehört. Jedenfalls: Es liegt ein Zauber über der Stadt, der dich willkommen heißt. Mir hats gefallen.

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15 Gedanken zu „Wien, Wien, nur du allein …

  1. Simon Sailer

    Wie Sori schreibt, treiben sich die Wienerinnen und Wiener im Ersten nur an bestimmten Plätzen herum und man begegnet ihnen eher in den anderen Bezirken. Dafür finden sie dich dann auf deinem Blog. Zählt das schon als Schmäh? Falls nicht muss ich mich eines Georg Kreisler Zitats bedienen, das dich vielleicht tröstet: „Wie schön wäre Wien ohne Wiener.“ Also sei froh, dass du keinen begegnet bist.

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    1. Anhora Autor

      Hallo Simon, sag bloß, ich hab einen echten Wiener am andern Ende, wie schön ist das denn! 🙂 Den charakteristischen Schmäh hör ich zwischen deinen Zeilen zwar nicht, aber ich freu mich auf jeden Fall über deinen Besuch hier. Was Kreisler zu seinem Zitat bewegte, möchte ich jetzt mal als übertrieben wegwischen. Die paar, die wir gefunden haben, waren jedenfalls alle sympathisch. 🙂
      Beim nächsten Besuch werden wir aber wohl mal andere Stadtteile heimsuchen. 😉

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  2. sori1982

    Im ersten Bezirk, in der „Inneren Stadt“, wirst Du den Wiener Schmäh höchstens von den Kellnern in den traditionsreichen Kaffeehäusern bekommen. Um das Weanerisch zu hören, muss man sich schon außerhalb der Touristenpunkte bewegen – aber ich habe ja leicht schreiben als Wahlwienerin 😉
    Sehr schöne Eindrücke hast Du hinterlassen – Schlosspark Schönbrunn habe ich damals öfters besucht, aber in letzter Zeit komme ich nur wegen dem sehr guten Glühwein während der Christkindlmarkt-Saison hin.

    Liebe Grüße aus dem verregneten Wien,

    Sori

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    1. Anhora Autor

      Schön, dass dir mein Beitrag gefällt, danke für deinen Kommentar! 🙂
      Tatsächlich haben wir den Wienerischen Dialekt nur bei den Bedienungen in den Cafes gehört, und auch da nicht überall. Leider war die Zeit zu kurz, sich auch die Umgebung anzuschauen, aber für einen Eindruck hats gereicht.
      Schönbrunn ist eine Wucht, aber ich möchte nicht an diesem (oder einem anderen) Hof gelebt haben müssen. 😉
      Liebe Grüße zurück aus dem verregneten Oberschwaben!

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  3. Stef

    Haben nicht gerade die Oberschwaben historisch gesehen, seit jeher ein ganz besonderes Verhältnis zu Österreich und Wien? Ich fand es als Kind immer ein besonderes Glück, dass wir so in einem Eck wohnten, wo wir sowohl ORF 1 als auch ORF 2 im Fernsehen gucken konnten. In den Ferien an den Vormittagen, wo es sonst nix im Fernsehen gab und es ein bisschen langweilig war, konnte man sich im ORF von 10 bis 12 Filme in der Wiederholung anschauen. Kennst du y. B. noch die Serie „Hallo – Hotel Sacher, Portier“? Ein Klassiker, den man leicht auf youtube findet …
    Herzliche Grüße in den Süden
    Stef.

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    1. Anhora Autor

      SELBSTVERSTÄNDLICH kenne ich die Fernsehserie „Hallo – Hotel Sacher, Portier“ mit Fritz Eckhardt! Deshalb wollte ich da unbedingt rein, wenigstens ins Cafe. 🙂 Und ja, wir kriegen ORF 1 und 2 rein im Fernsehen, die Grenze zu Bregenz ist ja nur 30km weg. Ich geh da öfters mal hin zum Tanken. Wir sind also an Österreich angebunden, wenngleich man sich gegenseitig nicht ständig um den Hals fällt vor Begeistertung. Weiß selbst nicht wieso. Die Österreicher sind auf jeden Fall offener, charmanter als wir. Vielleicht stört das den einen oder anderen Original-Schwaben. „Gschafft wird, it gschwätzt“ steckt wohl noch im einen oder andern Kopf. In meinem nicht. 😉

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  4. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!
    Ha des klingt ja wie Musig in de Ohra fürn Schwob, saubr, durchorganisiert, heflich…ond no guts Essa. Des isch glar, dass r Eich do wohlgfiehlt hent. Des Fodo mit de Audole isch ja luschdig. War do a Rällie? Ond dr Mozart hoggt sogar aufm Bänkle in dr Fußgängerschdroß, der hot sich jo gut ghalta 🙂
    Ond wenn de mit ma Öschtreichr schwätza willsch, kaschs ja beim Herr Ösi probiera, wobei den Dialekt zom schreiba glaub et so eifach isch 🙂
    Grüßle von dr Alb
    Mallybeau

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    1. Anhora Autor

      Hosch recht: selbscht als Schwob isch mr begeischdert von Wien, weil alles basst. Bloss a bissel deier isches, weil du überall Eindridd zahle musch. Aber die Ösis müsset ja au läba und es hot sich au alles g’lohnt, wofür mr zahlt hend. Des ischs Wichdigschde. 🙂

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            1. Anhora Autor

              Irgendoiner schafft, denn es isch alles blitzsauber und ordentlich. Vielleicht hondse au Kehrwoche. Aber nadierlich schwätzetse au mehr als mir beim Schaffa. Für sowas hond mir ja koi Zeit …. 😉

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