Höher gelegene Höhenwege

Mangels Internetempfang ist es hier ruhig gewesen die letzten Tage, dabei waren wir so aktiv! Etwas zeitverzögert also ein paar Eindrücke von den schönen Pfingsttagen, die wir in Meran verbrachten. Der Ort ist wie geschaffen für gepflegtes Wandern, Essen und Promenieren. Für uns aber war es auch ein Trainingslager für die geplante größere Wanderung im Sommer.

Wir starten also mit dem idyllischen Tappeiner Höhenweg 

… machen mit einem noch viel höherer Höhenweg weiter. Das Ende des Tappeinerwegs und die Ortschaft Dorf Tirol liegen nämlich nicht weit auseinander, wie der geliebte Brite auf seiner Wander-App entdeckt, und in Dorf Tirol startet der Apfelweg. Das ist lt. seinen Angaben ein gemütlicher Rundweg durch Dörfer und Apfelplantagen. Was er übersehen hat ist, dass die Entfernung zwischen dem Schlusspunkt des Tappeinerwegs und dem Start des Apfelwegs zwar kurz ist, aber unfassbar viele Höhenmeter dazwischen liegen!

Schimpfend und schweißgebadet, weil der Aufstieg kein Ende nehmen will, dackle ich ihm hinterher.

Am Ziel …

… wäre ich gerne in einen Pool gesprungen, doch es kommt noch schlimmer: Der Apfelweg führt weiter bergauf.

 

Es ist steil, es ist heiß, ich habe schlechte Laune. Auf eine Bergtour war ich nicht eingestellt, ich brauche solche Herausforderungen nicht, davon hab ich im Alltag genug. Und überhaupt. Aber als wir gefühlt einen Dreitausender bezwungen haben und es endlich bergab geht, freue ich mich doch an dem pittoresken Pfad mit seinen weitläufigen Apfelplantagen, Höfen und Schlösslein. Es riecht nach Wiesenblumen und bewässerter Erde, ich lasse mich auf die Ruhe und Abgeschiedenheit ein. Man hört nicht einmal mehr den Lärm der Motorräder im Tal, und dafür muss man schon weit nach oben steigen. Hier aber ist nur noch das Summen der Bienen und Insekten in den Bäumen zu vernehmen.

(Zum Vergrößern bitte die Galerie anklicken)

Etwa zwölf Kilometer sind wir an diesem Tag gewandert und haben auf kurzer Distanz (!) ca. 440 Höhenmeter überwunden. Nicht ganz das, was wir uns für den ersten Tag vorgenommen hatten, aber später beim Abendessen sind wir schon stolz auf uns. Ich fürchte mich ein wenig vor dem nächsten Tag, denn in Meran habe ich ja schon einmal eine unvergessliche Erfahrung gemacht.

 

15 Gedanken zu „Höher gelegene Höhenwege

    1. Anhora Autor

      Der Muskelkater war bei weitem nicht so schlimm wie das letzte Mal, aber ich habs schon gemerkt und kam ein bisschen gebrechlich daher. Da unser Hotel aber von überwiegend älteren Herrschaften bevölkert war, fiel das nicht weiter auf. 😉

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        1. Anhora Autor

          Hast du eine Ahnung! Die älteren Leute sind heutzutage durchgestylt und kommen mit den Nordic Walkingstöcken zum Frühstück. 😉 Aber wenn sie vom Stuhl aufstehen, sieht es doch manchmal aus wie bei mir mit einem Muskelkater. 😉

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  1. mannisfotobude

    schöne Tour ! Ich liebe ja die Waalwege in Südtirol, die laufen zum TEil ewig am Berg entlang und haben eigentlich keine Steigung wegen dem Wasser das ja nun nicht berg-auf – fließen kann. Die Waalwege wurden zur Bewässerung gebaut. Kann ich nur empfehlen. Im Vinschgau gibt es dort einige oder in der Nähe von Meran !

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    1. Anhora Autor

      Einen Waalweg haben wir natürlich auch gemacht, etwas Herrlicheres gibt es kaum beim Wandern aus dem von dir erwähnten Grund: Es gibt keine nennenswerten Steigungen. Ein Bericht darüber folgt noch! 🙂

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  2. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!

    Ha Hut ab vor Eira Leischdung. Mir ischs frieher au emmer so ganga, dass i am erschta Urlaubstag a angeblich leichte Route rausgesucht han ond des war dann die schwärschte von de ganze Feria.
    Abr subber schee ischs do. I glaub, da kannsch von dene Eidrügg vor allem no lang zehra, wennr wiedr drhoim send. Au wenns anschtrengend war.
    Dange für die scheene Bildle. Da werd i grad a bissle neidisch. I hoff, i war et zschwär in Deim Ruggsäggle 🙂
    Machets gut.

    Grüßle von dr Alb
    Mallybeau

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    1. Anhora Autor

      Ach, du woisch doch, dass mir di immer gern dabei hond. Nadierlich warsch net z’schwer, bloß bei dem Aufstieg a bissel. Aber do war mir alles z’schwer, au i selber. 😉
      Aber hosch Recht, man kann von solche Reisen scho lang zehra, mir mögets oifach. 🙂 I hoff, du hosch au a baar scheene Pfingschtdag ghabt!

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      1. Mallybeau Mauswohn

        Jo dange. Hier hots endlich grägnet. Da han i die Abkiehlung gnossa ond sonsch halt gschafft. Abr a Apfelwägle dät i schomol gern laufa … ond zum Schluß an Moscht trenka 🙂

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