Meeres Stille


Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Fischer
Glatte Flächen ringsumher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich.
In der ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.

Johann Wolfgang von Goethe

Der Zufall (?) will es, dass ich kurz nach dem plötzlichen Tod eines Kollegen auf dieses Gedicht stieß. Seither lese ich es jeden Tag und verstehe das Meer hier als Sinnbild des Lebens. Vielleicht fühlt man sich wie der Fischer, wenn man hinübergegangen ist.

 

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11 Gedanken zu „Meeres Stille

  1. Reiner

    Feine alte Zeilen!

    Etwas zu lesen, zum Tod und was uns danach (möglicherweise) erwartet:
    https://www.amazon.de/Jessy-Jim-Jenseitstraum-Arthur-Br%C3%BChlmeier/dp/3905831066
    Ich habe es schon zweimal gelesen … eigentlich sollte es ein Kinderbuch werden, geschrieben für die Enkeltochter, die vom Tod wissen wollte. Es ist ein Roman für alle Menschen geworden … der Autor ist ein alter Mann, er hat nur dieses eine Buch geschrieben, soweit ich weiß.

    Lieben Gruß.

    Gefällt 1 Person

    Antwort
  2. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!

    Des Gedicht han i scho ewig nemme gläsa. Abr jetzt wo is sä, fallet mr älle Zeila glei wiedr ei. Dei Umschreibung passt sehr gut find i. N Horizont vom Meer kammer ja au zum Beischbiel als da eigena Horizont säha, s gibt scho viele Vrgleiche die mr mitm Läba zieha ka. I finds schee, dass de des Gedichtle gfonda hosch 🙂

    Grüßle aus dr Sonne
    Mallybeau

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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