Nicht nichts, aber weniger

Ich mal wieder! Es ist ruhig geworden hier, und das hat einen Grund: Ich war beim Arzt. Es ging um die Schlafstörungen seit langer Zeit, und ich erfuhr allerhand Neues.

Was ich wusste:
– Eine Depression löst Schlafstörungen aus.

Was ich nicht wusste:
– Es geht auch andersrum: Chronischer Schlafmangel fördert eine Depression. Außerdem:
– Das Web hebt den Stresslevel. Man beschäftigt sich ja lieber mit Aufregendem statt mit Langweiligem, und man kann süchtig werden nach den Online-Kicks.
– Das Blaulicht in Laptops und Handys wirkt auf das Gehirn wie Koffein.

Nun gibt es nach wie vor Klippen in meinem Leben und was liegt bei einer computeraffinen Person näher, als sich mit Blogbeiträgen und Instagram wegzubeamen. Das habe ich nach ärztlichem Anraten nun eingestellt, wenigstens abends. Ich schau ja schon den ganzen Tag bei der Arbeit in einen Bildschirm.

Zum Glück ist da noch der Garten. Wenn man nicht ständig hingeht, sind die Josta-Beeren verschrumpelt und die Zucchini einen halben Meter lang. Die Fußball-WM macht überdies auch ohne die Deutschen Lust zum Zuschauen.

Ohne Laptop und Handy am Feierabend finde ich inzwischen leichter in den Schlaf und wache nachts nur noch etwa dreimal auf. Man liest sich also vorerst eher sporadisch, aber ganz ohne euch und das Web – das geht auch nicht. Ich werde einen Mittelweg finden. 🙂

 

So stark kann das Handy den Schlaf stören

Stört blaues Licht den Schlaf?

 

35 Gedanken zu „Nicht nichts, aber weniger

  1. Zoé

    Hin und wieder sollte man einfach mal kürzer treten. Bei mir wirkt blaues Licht anscheinend nicht schlafmindernd, ich kann auch bei Licht schlafen. Trotzdem leg ich immer mal wieder Pausen ein und mache was anderes, was echtes. Ich wünsche dir eine gute Nacht 😴

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    1. Anhora Autor

      Danke, es ging so. 😉
      Vielleicht ist die ausgeprägte Lichtempfindlichkeit in der Nacht eine Altersgeschichte. Früher konnte ich bei hochgezogenen Rolläden bestens schlafen, heute nicht mal bei heruntergelassenen, weil immer irgendwo ein Lichtschimmer durchdringt. Zum Glück gibts Schlafmasken. 🙂

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  2. schreibschaukel

    Ich kenn das (leider) auch mit dem unterbrochenen Schlafen … und denke, dass es einerseits mit dem zunehmenden Alter, aber andererseits, JA!!!, mit den verd… Geräten zu tun hat. Hab mir auch vorgenommen, vor allem abends zu reduzieren. Bisher ist es aber beim Vorsatz geblieben. Danke auch für den Tipp. Hab sofort meine Gleitsichtbrille (mit Blaufilter) angezogen und auf dem iPhone den Filter installiert. Man lernt doch immer wieder dazu. 🙂

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    1. Anhora Autor

      Ich dachte auch, ich weiß über alles Bescheid, aber Blaulicht bzw. seine Auswirkungen waren mir auch neu. Vielleicht wollte ich es nicht wissen … 😉
      Inzwischen bin ich insgesamt ruhiger geworden, schlafe auch tiefer, manchmal sogar durch. Ohne Schlafmaske wäre das allerdings unmöglich, selbst der schwächste Lichtschein lässt mich aufwachen. Aber immerhin, der Gesamtzustand ist besser als vorher.
      Dass es Brillen mit Blaufilter gibt, wusste ich gar nicht. Meine Lesebrillen sind vom Supermarkt, die haben sowas nicht … 😉

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    1. Anhora Autor

      Mit dem Bloggen werde ich sicher nicht aufhören wollen und können. Die eigentliche Rakete in meiner Aufmerksamkeitskurve war auch Instagram. Das werde ich erstmal ruhen lassen, obwohl es auch wieder schade ist …
      Alles was Spaß macht wird einem verboten, es ist ein Jammer. 😉

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  3. lifeinjapanisstrange

    Ich hoffe, deine Schlafstörungen gehen wieder weg. Wenn du es noch nicht getant hat, vieleicht Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen. Die können sich auch negativ auf den Schalf auswirken. Seit bei mir alles OK ist, kann auch gut schlafen, wenn ich vorm Schlafengehen die ganze Zeit Videos auf dem Ipad geschaut habe. bzw. schlafe beim schauen ein.

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    1. Anhora Autor

      Danke für den Tipp! Meine Schilddrüse ist tatsächlich an irgendeinem Grenzwert, aber mit Schlafstörungen hab ich das noch nicht in Verbindung gebracht. Klär ich beim nächsten Arzttermin. Und dir viel Spaß mit Videos und dergleichen, dich scheint ja nichts umzuhauen. ;-D

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    1. Anhora Autor

      So sehe ich es auch. Manchmal fühlt man sich ja ein bisschen unter Druck, wenn man länger nichts schreibt. Sobald man sich dann „abgemeldet“ hat, ist der Druck weg und man hat schon wieder Lust zum Posten. Ich werde es aber auf die Wochenenden beschränken, und auch nur wenn das Wetter schlecht ist. 😉

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  4. pflanzwas

    Garten ist die beste Beruhigung! Ich bin mir sicher, du wirst einen guten Weg finden. Ich will jetzt eigentlich auch den Absprung finden und das ist manchmal gar nicht so leicht! Also alles Gute für den Schlaf (den Filter muß ich jetzt auch mal suchen gehen) und man hört sich! LG, Almuth

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    1. Anhora Autor

      Wie du willst den Absprung vom Bloggen finden? Damit wäre ich aber gar nciht einverstanden, deine Bilder sind so wunderschön!
      Aber es ist schon ein zeitaufwendiges Hobby, da sind schnell ein paar Stunden weg. Ich denke Einschränken ist der Weg, wie bei allem anderen macht die Dosis das Gift.

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      1. pflanzwas

        Nein, doch nicht vom Bloggen insgesamt 🙂 – vom Bloggen im Moment. Manchmal finde ich es schwierig, wenn man nur eine Weile gucken will, den Absprung zu schaffen. Hier noch was Interessantes, da noch ne Nachricht oder eine Antwort. Und dann mittendrin rauszugehen, finde ich schwierig. Aber nur so gehts, sonst findet man ja nie ein Ende 😉 Ja, die Dosis machts – ein gutes Gleichgewicht aus realer und virtueller Welt, aus echten und „digitalen“ Kontakten.

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        1. Anhora Autor

          Einerseits bin ich beruhgt, dass du uns treu bleibst hier. 🙂 Andererseits beschreibst du genau das, was es manchen (mir z.B.) so schwer macht noch etwas anderes zu tun als zu bloggen, instagrammen, surfen. Es gibt kein Ende, man interessiert sich für so vieles. Bei mir waren es (zusätzlich zum Arbeitstag am PC) 3-4 Stunden am Laptop/Handy jeden Abend, die ich damit verbrachte, am Wochenende mehr.
          Ohne das fühle ich mich irgendwie ganz anders, aber das Lesen und Austauschen in den Blogs fehlt mir…

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          1. pflanzwas

            Das ist natürlich wirklich viel zusätzlich zur Arbeit! Wobei sich unsere Hobbies heutzutage viel aufs Internet verlagert haben. Früher habe ich abends mehr fern gesehen. Das langweilt mich inzwischen überwiegend und dann sitze ich tatsächlich lieber vor dem PC und tausche mich mit anderen aus. Das finde ich eher positiv, als blöd in die Glotze zu gucken. Vielleicht bedarf manches einer anderen Bewertung „zu viel surfen ist nicht gut“ – so wie wir älteren aufgewachsen sind. Andere Leute lesen den ganzen Abend oder stricken und wir bloggen. Wenn man sich dabei allerdings nicht wohl fühlt oder unter Druck kommt, eher gestreßt ist usw., dann ist ein anderes Hobby vielleicht eher angesagt. Man kann sich natürlich sehr an diese Reizüberflutung gewöhnen. So gesehen bin ich, wie so oft, für die goldene Mitte. Bei Kindern begrenzt man doch gerne die Fernseh- und Spielezeit. Vielleicht sollten wir das auch tun 😉

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            1. Anhora Autor

              Es ist wie du sagst: Jeder hat seine eigene Befindlichkeit. Was dem einen Entspannung verschafft, setzt den anderen unter Stress, manchmal ohne es zu merken. Ich bin jedenfalls weniger angespannt und schlafe besser,seit mein Laptop abends aus bleibt. Ich habe eben auch seit längerer Zeit große Angst um jemanden, deshalb ist das Internet (vor allem Instagram) auch eine Flucht gewesen. Aber beides zusammen halten meine Nerven offenbar nicht aus. Bei jemand anders kann das völlig anders sein.
              Gut finde ich, dass der Umgang mit Medien z.T. schon in Schulen gelehrt wird, das fehlt mir als alte Häsin. Ich muss es eben selbst herausfinden. 😉

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            2. pflanzwas

              Das wollte ich noch sagen: man kann das Internet ja wunderbar als Ablenkung benutzen. Auch da kann es in bestimmten Maßen gut tun oder man verlagert seinen Streß und es wird zur Belastung. Wenn du dir Sorgen machst, ist das natürlich nicht schön. Dann lieber einen Waldspaziergang machen!!

              Ja, ich denke, wir müssen alle lernen, damit umzugehen und selbst die geschulten Kinder müssen dort hineinwachsen. Warum gibt es sowas wie „Alexa“? – weil wir irgendwann nicht mehr hinterherkommen mit Aufgaben, Informationen, Tätigkeiten und und und. Da „brauchts“ dann einen Computer, der uns alles andere abnimmt. Ich möchte das nicht, kann mir aber vorstellen, daß es für manche Menschen eine Erleichterung im Alltag ist.

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            3. Anhora Autor

              Ich muss immer wieder daran denken, was Frau Merkel einmal sagte und wofür sie heute noch ausgelacht wird: „Das Internet ist noch Neuland für uns“. Aber sie hat Recht. Die Technik zu beherrschen, heißt noch lange nicht, den Umgang damit zu beherrschen, weil der so individuell ist wie die Menschen. Ich bin jedenfalls dabei, meine Lektion zu lernen. 😉
              Alexa-*shudder+-freies Grüßle!

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            4. pflanzwas

              ^^ Haha, ja. Schön, dein letzter Satz 🙂 – Tja, die Entwicklung der Technik schreitet so rasant voran, daß das Internet uns wahrscheinlich bald wie Kinderkram vorkommen wird. Ich habe immer wieder Momente, wo ich denke, so muß es den Menschen zur Zeit der industriellen Revolution gegangen sein. Überrollt von neuer Technik, positiv wie negativ. Und wir sind und bleiben Lernende. Ebenfalls Alexafreie Grüßle 🙂

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  5. ernstblumenstein

    Ich habe als Rentner in und ums Haus viel zu tun und bin irgendwie mit der Bloggerei auch zu viel im Netz, bin gewissermassen süchtig. Aber ich weiss, dass ich wie das Rauchen auch dies abstellen könnte, es ist nur eine Frage des Kopfes.
    Ich bin abends müde und meistens nicht am PC und habe deshalb in dieser Hinsicht keine Probleme. Das Alter hat manchmal auch Vorteile, lächeln. Sei gegrüsst. Ernst

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    1. Anhora Autor

      Ich dachte, gerade im Alter hat man zwar weiterhin Lust auf Neues, aber man verträgt es nicht mehr so gut. So sehe ich es jedenfalls bei mir. 😉
      Das Laptop ist mein Abendbegleiter geworden neben dem Fernsehen, Handyfummeln, man unterhält sich – kann ich alles gleichzeitig!

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  6. Reiner

    Solche Wechselwirkungen, ja.
    Das geht in beide Richtungen, was man sich wiederum zu Nutze machen kann.
    Auf`m Tablet habe ich einen Blau-Filter, den ich des Abends aktiviere.
    Das beugt dem aufputschen vor und hindert nicht am einschlafen.

    Lieben Gruß Dir !

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    1. Anhora Autor

      Da ich an den Wochenenden durchaus mein Laptop noch benutzen möchte, werde ich mal nach der Einstellung für diesen Blaufilter suchen. Wusste früher gar nicht, dass es das gibt.
      Lieber Gruß zurück!

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  7. Carola

    Hallo, liebe Anhora,

    ja, nicht zu viel vorm Computer rumhängen, das ist eine gute Idee… Da ich durch meine Krankheit auch extrem sensibel auf Blaulicht reagiere, hat mir mein Sohn ein Programm installiert, das abends das blaue Licht rausfiltert – die Farben wirken wärmer, was mich überhaupt nicht stört und ich habe ein gutes Gefühl dabei, wenn ich doch noch mal spät abends unterwegs bin damit – aber ganz generell: Es ist ja nicht nur das blaue Licht, sondern auch die Inhalte, die aufregend sein können… Deswäga: Uffbassa!
    Ganz liebe Grüße!
    Carola

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    1. Anhora Autor

      Liebe Carola,
      inzwischen hab ich auch erfahren, dass man das Blaulicht irgendwie abstellen kann. Aber es ist wie du sagst: Auch und gerade die Inhalte kratzen auf. Seit ich abends kein Laptop oder Handy mehr eingeschalten habe (gestern war Cheat Day 😉 ), stelle ich schon weniger Nervosität und Anspannung fest, aber es ist auch langweiliger. Auf jeden Fall schlafe ich besser.
      Hab einen schönen, erholsamen Tag!

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      1. Carola

        Liebe Anhora,

        ich freue mich für Dich, dass Du tatsächlich merkst, dass es besser wird! Das ist doch schon mal was… ja, das Gefühl kenne ich gut, dass es dann langweiliger wird… vielleicht muss man es umdefinieren und sagen „entspannter“ – hört sich schon mal besser an … ein bisschen lange Weile brauchen wir Menschen halt offensichtlich…
        Gute Nacht! 🙂

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        1. Anhora Autor

          Ich habe inzwischen auch festgestellt, dass Langeweile nicht negativ sein muss. Und dass mir das letzte Mal wahrscheinlich vor der Erfindung des PCs langweilig war. 😉
          Irgendwie wird Langeweile nicht mehr zugelassen in unserer Zeit, geschweige denn kultiviert. Inzwischen schlafe ich übrigens erheblich besser und bin auch insgesamt weniger nervös. 🙂

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  8. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!

    Des machsch genau richdig. Bloß net z viel vorm Computer romhänga. Schlof isch so wichdig. I wach au ällamol nachts auf und muss aufbassa, dass i et zviel schaff. I bin sichr, dass de a gschiggts Wägle findsch, so dass mr ons emmr a mol begegnet. Hauptsach dr gohts gut ond s Gärtle wächst. 🙂

    Machs gut.
    Liebs Grüßle von dr Alb
    Mallybeau

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    1. Anhora Autor

      Es isch doch erstaunlich, wie schnell ma sich an des neimodische Zeigs gwöhnt, gell? Inzwische isch s’Normale scho wieder nei, also Sache gibts …
      I wünsch dir jedefalls an scheene analoge Sommerdag! 🙂

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