Jahrmarktzeit

Was gehört dazu? Heißer Punsch, gebrannte Mandeln, und … hmmm … Bratwurst! Nie schmeckt sie besser als an einem kalten Novembertag.

Ich verstehe ja nicht, warum Menschen auf Fleisch verzichten, damit keine Tiere getötet werden. Tragen sie alle nur Leinenschuhe und Plastikgürtel? Und überhaupt: Wenn wir Gemüse essen, töten wir doch auch. Wenn ich aus einer Knoblauchzehe den Keim herausschäle, leide ich mehr als beim Anblick einer Gulaschsuppe. Bei der sehe ich ja nicht, wer oder was es einmal war, aber das blasse Knoblauchbaby auf dem Weg ins Leben mit dem Gemüsemesser zu zermetzeln – das tut weh.

Fruktarier nehmen zwar auch auf lebendes Gemüse Rücksicht und essen nur das, was vom Baum fällt oder sonstwie freiwillig hergegeben wird. Aber hey! Ein Apfelkern hat sich seine Zukunft auch anders vorgestellt als in menschlichem Gedärm und einer irdenen Kloschüssel! Wieviele Apfelbäume sind auf diese Weise schon am blühenden Leben gehindert worden? Und ich möchte sagen: Gott sei Dank! Wir hätten ja keinen Wohnraum mehr, wenn jeder Apfelkern der Welt zu einem Baum herangewachsen wäre.

Billige Fleischwaren aus Massentierhaltung kaufe ich niemals, aber gelegentlich eine Frikadelle  aus der Metzgerei des Vertrauens? Wir müssen nun einmal töten, was wir essen, die Natur hat gesprochen. Oder wie seht ihr das?

 

 

12 Gedanken zu „Jahrmarktzeit

  1. pflanzwas

    Wenn ich das ganze Elend dieser Massentierhaltung sehe, kann ich manchmal verstehen, daß Menschen sagen, sie wollen sich an all dem nicht mehr beteiligen. Auf der anderen Seite denke ich, gehören Leben und Sterben, „fressen und gefressenwerden“ wie es in der Natur tagtäglich vorkommt, zum „Leben“ dazu. Ich würde mir nur bessere Tierhaltung wünschen, mehr Wertschätzung für die Tiere wie für ihre Produkte und kein „ich brauch täglich mein Schnitzel“-Konsum. Aber das wird wohl für lange Zeit Wunschdenken bleiben. Und vielleicht sollte jeder, der Fleisch ißt, auch mal ein Tier schlachten. Nur so ein Gedanke. Irgendwie sind wir heute allem so fern. Wie wir den Tod aus dem Leben verbannt haben, haben wir auch das Schlachten aus unserem Leben verbannt. Letztenendes geht es uns so gut, daß wir überhaupt die Wahl haben.

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    1. Anhora Autor

      Darum gehts mir auch in erster Linie: Dass Tiere wegen mir nicht leiden müssen. Dazu gehört nicht nur die Stallhaltung, sondern auch die Schlachtung. Hab da mal einen Film gesehen … unvorstellbar.
      Seither gibts NIEMALS mehr Supermarktfleisch bei uns. Massentierhaltung und -verarbeitung ist grauenhaft. Lieber ess ich weniger davon und kauf in der heimischen Metzgerei für ein paar Euro mehr ein. Öfters als 1-2 Mal im Monat essen wir eh kein Fleisch, nur manchmal (auf Jahrmärkten z.B.) muss eine Grillwurst einfach sein. 🙂

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  2. mannisfotobude

    Also ich esse regelmäßig Fleisch und habe überhaupt kein schlechtes Gewissen. Wo ich darauf achte ist , wo es herkommt soweit mir das möglich ist. Also wenn Fleisch oder Wurst dann vom heimischen Metzger ! Supermarkt oder discounter kommt bei mir nicht in Frage !
    Bin ich deshalb ein Unmensch und töte Tiere ? Interessante Frage die sich aber für mich nicht stellt !!! Ich bin auch der Meinung dass der Mensch „Fleisch“ zum gesunden Leben benötigt wenn man es nicht übertreibt ! Fisch ist auch OK aber Wild geht gar nicht, genauso wie Lamm !

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    1. Anhora Autor

      Das ist ja interessant! Ich habe mit Wild überhaupt kein Problem weil ich denke: Die haben garantiert ein artgerechtes und freise Leben gehabt! 🙂
      Ansonsten vertraue ich regionalen Metzgereien, muss ja. Ich will einfach nicht, dass Tiere wegen mir leiden müssen. (Bei Eiern z.B. kommt nur Bio-Bio in Frage!) Dass sie getötet werden – nicht schön. Aber ohne uns Fleischessern hätten sie gar nicht erst gelebt. Muss man ja auch mal sehn. 😉

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  3. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!

    Also n gmietlichr Jahrmarkt isch äbbes schees. Ond was mr isst, ko sich jo jedr aussucha. I ko koi Floisch meh essa, weil i Dierle halt lieber lebendig mog. Abr i vrschtands gut, wenn mr beim Metzger dem mr vertraut, amol a Floisch kauft. Solang mrs et iebrtreibt isch jo älles in Ordnung. Ond dr Jahrmarkt soll schließlich Schbass macha. Den hent ihr offasichtlich ghet. Ond des isch doch subber 🙂

    Grüßle von dr Alb
    Mallybeau 🙂

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    1. Anhora Autor

      Also i persönlich kann mit ausgwachsene Küh oder Schweine wenig anfange, i hon eher Angscht vor dene Viecher. 😉 Aber deshalb würd i se nadierlich net umbringe wolle. Andererseits hättetse gar nie g’lebt, wenns net Mensche gäb, die Fleisch esse wollet. Also, wenn’s Fleisch aus der Region kommt, die Tierle a halbwegs schees Lebe g’habt hond, und wenns net andauernd isch, dann vertragt sich des scho mit meim G’wisse.
      Jedefalls war’s schee geschtern schee in Lindau, und d’Wurscht hat au g’schmeckt. 🙂

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