Das monumentale Ereignis

In Großbritannien gibt es eine Radiosendung mit dem Politiker, Populisten und Brexit-Hardliner Nigel Farage. Leute können live anrufen und Fragen stellen. Normalerweise ist die „Nigel Farage Show“ ist keine Perle unter den Hörfunkprogrammen. Außer neulich. Da ging folgendes Gespräch über den Äther:
Anrufer: „Ich muss wirklich sagen, ich bin Ihnen extrem dankbar für alles, was Sie in den letzen Jahren in der britischen Politik geleistet haben. Ich war ja von ganzem Herzen gegen den Austritt Großbritanniens aus der EU. Ich glaubte an die europäische Idee und dass es das Beste für uns wäre, in der EU zu bleiben.
Aber dann geschah etwas, das meine Sicht auf die ganze Situation komplett veränderte. Es geschah etwas Monumentales.“
Farage (geschmeichelt): „Was war denn dieses Ereignis, Mark?“
Anrufer: „Ich wurde von einem Pferd gegen den Kopf getreten.“

Mal abgesehen von Hürden und aktuellen Entwicklungen – wie denkt ihr grundsätzlich darüber: Europa oder Nationalstaat?

8 Gedanken zu „Das monumentale Ereignis

    1. Anhora Autor

      Ich sehe auch die Bürokratie und Küngeleien als größtes Problem. An der eigentlichen Idee ändert das aber nichts, die Idee ist die richtige. Aber die Umsetzung muss man verbessern. Schaunwer mal, was von der Leyen hinkriegt. Man darf gespannt sein. 🙂

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  1. ☼aktiv☼60plus☼

    Ich bin für Europa mit allen Schwachstellen und auch dem ganzen Bürokratismus, weil ich Grenzen von früher kenne und sie nicht mehr haben möchte, weder real noch in den Köpfen, wobei das momentan wieder schwieriger ist als vor 20 Jahren. Austreten aus der EU würde ich für eine Katastrophe halten. LG Sigrid

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    1. Anhora Autor

      Liebe Sigrid, ein perfektes System gibt es nun einmal nicht, nur ein bestmögliches. Und das ist Europa, ich bin ganz deiner Meinung. Je mehr wir miteinander „verbandelt“ sind, desto größer sind die Chancen, dass der Frieden bleibt. 🙂

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  2. Reiner

    Sowohl als auch. Mit freiem Handel – wer miteinander gute Geschäfte macht, bringt sich nicht so schnell gegenseitig um. Nur sollte man aufhören, von gemeinsamen Werten zu sprechen, dafür ist jede Nation viel zu sehr auf sich selbst fokussiert.

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    1. Anhora Autor

      Hallo Reiner, mir gefallen die gemeinsamen Werte wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie usw.
      https://esf.rlp.de/europa-und-ich/werte/werte-der-europaeischen-union.html
      Ich würde in kein Land reisen wollen, in denen sie nicht hochgehalten werden.
      Aber der eigentliche Kitt ist der Handel, da stimme ich dir zu.
      Für mich ist es auch eine schöne Idee, mich als Europäerin zu bezeichnen, weil ich damit nicht die Historie der Deutschen mit herumschleppe.

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      1. Reiner

        Mir gefallen diese Werte ebenso – jedoch sind sie in der Praxis oft genug mehr schöner Schein als gelebte Realität, wenn es um Eigeninteressen in der Außenpolitik oder eben im Umgang mit den Schwächsten in der Kette geht.

        Ansonsten – ein guter Gedanke, auf diese Art die Historie ablegen zu wollen. Für meinen Teil mit meiner Familiengeschichte fällt mir das sehr schwer, es liegt wie Blei auf so vielem.

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        1. Anhora Autor

          Das stimmt, es kann und muss viel verbessert werden in der EU, mehr Transparenz zum Beispiel. Aber die Grundidee ist die richtige, und wie gesagt – für uns Deutsche ist es die Chance auf eine unbelastete Identität.
          In meiner Generation wird man die Schuldgefühle nicht mehr ablegen können. Meine Eltern waren zwar noch ganze bzw. halbe Kinder in der Nazizeit, aber sie hatten ja auch Eltern, und man weiß nicht …
          Von denen stammt man also ab.
          Nee, ich bin lieber Europäerin als Deutsche.

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