Archiv der Kategorie: Winter

Zum (Jahres-)Abschluss

Das alte Jahr liegt darnieder …… das neue ist noch verschlossen.

Was mag es uns bringen?

Liebe Leserinnen und Leser,
es ist still geworden in diesem Blog. Das hat Gründe.
Nach einer längeren Reha ist mein Vorsatz fürs neue Jahr: weniger digitale Medien, mehr im Hier und Jetzt. Die vielen Stunden am Handy oder Laptop entspannen mich nicht, und meine Energie benötige ich dringend an anderen Stellen. Ich habe wirksamere Wege gefunden, nach mir selbst zu schauen und meine Nerven pampern.
Ich nehme mir jetzt Zeit für Rückzug und pfleglichen Umgang mit mir selbst. Also raus in die Natur, oder rein in den Flow (z.B. beim Zentangle(R) – Malen gegen Stress), Sport, Achtsamkeit, Atemübungen, lauter solches Zeug. Mir hilfts, ich kann es empfehlen.

Ich danke euch fürs fleißige Lesen und Kommentieren. Es wird vorerst ruhig bleiben hier, vielleicht ändert sich das irgendwann wieder.

Euch allen wünsche ich ein gesundes und fröhliches neues Jahr. Passt auf euch auf, vergesst eure eigenen Bedürfnisse nicht.

Herzliche Grüße
Anhora

Der Schwarzwald, wo ich die letzten Wochen verbracht habe.

Hexen, Geister, Teufelsbräute

Heute bei einem der zahlreichen Narrensprünge der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Mit dem vergleichsweise zivilisierten rheinischen Karneval hat das nichts zu tun: Bei uns geistern gruselige Gestalten herum, alle mit einer „Larve“, also einer Holzmaske. Jede Zunft hat ihren eigenen Schlachtruf, der vom Publikum beantwortet werden muss. Zum Beispiel: „Dr Torf isch weg“ – „jetzt hommer dr Dreck!“
Die Kinder bekommen Süßigkeiten, die jungen Mädchen Konfetti ins Haar. Uns hat man nur versucht, den Schal wegzunehmen und die Schnürsenkel aufzuziehen. 😉

 

Ein bisschen Spaß muss sein

Neulich an der Hotelbar: Am Tresen sitzen vier Männer und eine Frau, die sich nicht gut zu kennen scheinen. Die Frau spricht mal mit dem Einen, lächelt dann zum andern, umarmt kurz den Dritten, hebt das Glas mit dem Vierten. So geht es eine Zeitlang und die Männer wissen nicht recht, ob sie sich gemeint fühlen sollen oder nicht.
Dann steht die Frau auf, verabschiedet sich knapp und verlässt den Raum. Der Barkeeper lässt den Shaker sinken, schaut ihr perplex hinterher und sagt zu den Männern: „Ihre Rechnung geht auf euch, Jungs, in Ordnung?“
Sie nicken. Was sonst.
Ein Detail noch: Alle Beteiligten der kleine Runde – auch die Frau – sind um die 60 Jahre alt.

Die sitzengelassenen Herren werden bald wieder aufgezäumt: Eine Dreiergruppe hübsch aufgemachter Mädels rauscht herein, auch sie im fortgeschrittenen Alter. Im Nu sind sie mit den Männern im Gespräch, stellen sich einander vor, es wird gelacht, ein bisschen getanzt.
Wir sind in Oberstaufen. Eine Kurstadt.

Und auch tagsüber ist es hier sehr schön:

Was denkt ihr? Darf man es bei einem Kuraufenthalt ein bisschen krachen lassen?

 

Inspirationen

Wer dachte, ein Fahrrad ist die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung, der irrt.
Ein Bambus-Fahrrad ist noch umweltfreundlicher!

Und wo steht es? In Basel, vor einer Beratungsstelle „Stopp Rassismus“.

Ich nehme es als kleine Inspiration, was ich auch im neuen Jahr im Blick behalten will:
eine bessere Umwelt und eine freundlichere Welt.

Habt ihr noch mehr Ideen für 2019?

Dinner for One – jetzt auch in England!

Der wahrscheinlich beliebteste und am häufigsten ausgestrahlte britische Sketch ist in England so gut wie unbekannt. Der geliebte Brite sah ihn zum ersten Mal hier in Deutschland, mit mir.
Doch das wird sich ändern!

Wenn Miss Sophie nämlich heute wieder einmal ihren 90. Geburtstag feiert und mit Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr Pomeroy and Mr Winterbottom anstößt, wenn der Butler James an die Stelle all dieser längst verblichenen Freunde treten muss – dann ist zum ersten Mal auch das englische Publikum dabei.

Ob man auf der Insel über die (deutschen) Klischees zur britischen Aristokratie genauso lacht wie bei uns, wird sich zeigen. Die Verkopften erkennen vielleicht auf Anhieb Tabubrüche wie Verlust, Alkohol, Sex im Alter. Für die andern ist es einfach ein herrlicher Slapstick.

“Same procedure as last year, Miss Sophie?” “Same procedure as every year, James”.

1963 wurde Dinner for One mit Freddie Frinton und May Warden in Hamburg für den NDR aufgezeichnet. Seit 1972 wird die Komödie in Deutschland und anderen Ländern regelmäßig am Silvestertag ausgestrahlt. Am 31.12.2018 wird er von Sky Arts zum ersten Mal auch in Großbritannien zu sehen sein.
Premiere: „Dinner For One“ erstmals im britischen Fernsehen

Ich wünsche allen meinen
Leserinnen und Lesern

einen guten Rutsch und
ein gesundes, fröhliches und positives
neues Jahr!

 

Wer machts nach?

Ein Mann ist heute mehrere Minuten lang im Rhein geschwommen!
Wassertemperatur: 6 Grad
Außentemperatur: um die 0 Grad

Diese spektakuläre Aktion haben wir in Basel gesehen.

Der Mann sprach uns an und bat freundlich darum, bei seiner Schwimmstrecke am Ufer neben ihm herzugehen für den Fall, dass es medizinische Probleme gebe. Dann solle man den Notarzt rufen. Unbedarft ging ich darauf ein, er zog sich aus und stieg ins Wasser. Die Strecke über 4 Minuten schaffte er mühelos, sogar ein zweites Mal.

Als er sich abschließend bedankte und mir die Hand gab (er stand noch in der Badehose da), drückte ich eine ganz warme Hand, während meine – trotz Handschuhen – eiskalt war.

Erst danach ging mir durch den Sinn, was ich eigentlich gemacht hätte, wenn er tatsächlich in Not gekommen wäre. Ein Ambulanzwagen steht ja nicht am Ufer geparkt. Also hinterherspringen?
Gut, dass man manchmal nicht so viel nachdenkt. 😉

 

Die Bilder werden mit dem Einverständnis des tapferen Schwimmers veröffentlicht.
Das Urheberrecht liegt bei ihm, eine weitere Verwendung ist nicht gestattet.

Luftholen

Nach all dem Festen und Feiern war heute wieder Zeit für einen langen Spaziergang. Um dem dicken Grau zu entkommen, fuhren wir ein wenig höher und in Wolfegg wurden wir fündig. Hier hat sich die Sonne also versteckt! Sie hat sich heute besonders viel Mühe gegeben und den Himmel in hellgelbes Licht getaucht. Im Nebeldunst in der Ferne erkennt man die zarten Umrisse der Alpen.
Es braucht gar nicht viel, um den Alltag zu vergessen. Ein solcher Anblick genügt.

Und was habt ihr heute gemacht? Ich hoffe, ihr hattet einen entspannten Tag.

Die Welt ist schön

Neulich beim Adventskonzert: Nach ein paar Stücken des Orchesters löst sich ein zierliches Mädchen aus dem Hintergrund und geht nach vorne, eine Harfe wird herbeigebracht. Sie setzt sich an das Instrument, streicht sich über den dichten Pferdeschwanz, holt tief Luft und beginnt, mit den Händen die Saiten auf- und abzugleiten. Weiche Klänge ertönen, „Greensleeves“.

Ich betrachte das Gesicht des Mädchens. Es scheint so zart, so rein, so unschuldig wie eine Elfe, die sich in ein Kirchenschiff verirrt hat. Sicher ist sie eine gute Schülerin, hat Freundinnen und auf jeden Fall Eltern, die ihr eine Harfe und Musikstunden ermöglichen.

Nach drei Liedern steht sie auf, senkt schüchtern den Kopf, die Leute applaudieren. Der Vater trägt die Harfe weg, das Mädchen setzt sich wieder, eng zwischen die Eltern. Das Konzert geht weiter.

Ich kann den Blick nicht von ihr lassen. Ist es das, wonach wir uns an Weihnachten sehnen? Behütet zu sein, geliebt, gefördert und in Sicherheit? Ist der ganze Rummel deshalb nicht aus der Welt zu schaffen, weil Weihnachten der Traum von einer schönen, heilen Welt ist, die wir vielleicht als Kind vor dem Christbaum erlebt haben? Oder gerne erlebt hätten? Ist es einfach der Wunsch nach: Alles ist gut?

Wie auch immer. Ich wünsche euch allen ein frohes Fest mit lieben Menschen,
oder ein friedliches mit euch selbst.

Schöne Weihnachten!

 

 

Innehalten

Zeit existiert erst dann, wenn man auf die Uhr schaut.

 

Noch einen Tag arbeiten, dann geht der Stress erst richtig los: Geschenke kaufen – und zwar die schwierigen. Die einfachen hab ich ja bereits.
Und ihr? Habt ihr schon alles beisammen?

Ich wünsche euch genügend kleine Pausen in der aufgeregten Vorweihnachtszeit.
🙂

 

2018

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn es schon keine Weihnachtsansprache gab von mir, dann wenigstens auch nichts Großartiges zum Jahreswechsel. Nur ein Bild und die besten Wünsche für ein gesundes, spannendes, freudiges neues  Jahr!

Demnächst gibts auch wieder etwas zu lesen hier. 🙂

Herzliche Grüße
Eure Anhora

 

 

Überflüssiges

Die letzten Tage waren übertrieben schön: Ich konnte nicht nur essen, was ich wollte, sondern auch soviel ich wollte. Ich konnte jeden Abend ein Glas Wein trinken oder zwei, ich konnte viele Stunden lang am Klapprechner hocken, jeden Tag, jede freie Minute. Das hat Spaß gemacht – aber nur weil ich wusste: Bald ist es aus damit. Fastenzeit.

In diesem Jahr will ich 40 Tage lang

1. keinen Alkohol
2. nix Süßes
3. höchstens zwei Stunden Internet am Feierabend

Kann ja nicht so schwer sein. Bei Schwächeanfällen werde ich an Menschen denken, die ganz andere Probleme haben als ich hier. Ist das der richtige Ansatz? Wird es gelingen? Sicher bin ich mir nicht, aber versuchen werde ich es. Ich will wieder wissen, was ich wirklich brauche und was nicht. Ich will ein Leben in Fülle, nicht im Überfluss.

Und ihr? Macht ihr auch eine Fastenzeit? Worauf wollt ihr verzichten?

 

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Narri, Narro!

Heute beim Rosenmontagsumzug: Kalt wars, aber schön!

Schön, dass dieses Brauchtum auch in unserer digitalisierten Zeit immer noch so viele Menschen auf die Straße lockt! Bilder von weiteren 60 Gruppen erspare ich euch aber. 😉

 

Hinweis: Laut Gesetz zum Recht am eigenen Bild ist es erlaubt, Menschen bei öffentlichen Veranstaltungen zu fotografieren, wenn diese nicht den Bildinhalt darstellen, sondern als „Beiwerk“ gelten können. Auch Gruppenfotos von mehr als 7 Personen sind erlaubt, wenn erkennbar ist, dass fotografiert wird und sie sich jederzeit bemerkbar machen könnten, wenn sie damit nicht einverstanden sind.
Sollte sich aber trotzdem jemand auf den Bildern erkennen und diese Veröffentlichung nicht wünschen, dann bitte eine kurze E-Mail an anhora1 (ät) gmx.de, und ich lösche das entsprechende Bild sofort.
Nix für ungut!

Aus gegebenem Anlass: Etwas zum Valentinstag

unterwegs

Wenn der Schuh passt,  vergisst man den Fuß.
Wenn der Gürtel passt, vergisst man den Bauch.
Wenn das Herz stimmt, vergisst man das Für und Wider.

(Chuangtse)

Davon abgesehen suchte ich gestern in zwei Supermärkten vergeblich nach einer Valentinskarte (der geliebte Brite steht nun mal auf Karten), es gab noch nicht mal ordentliche Kitsch-Herzchen. Nix. Kein Valentin-Kram. Und das – fand ich gut! Wer seinem Herzblatt eine Freude machen will, findet immer einen Anlass und immer etwas Passendes. Es muss nicht heute sein, und schon gar nichts Importiertes aus Amerika. Das am allerwenigsten in diesen Zeiten.

Es wurden also – da ich schon mal im Laden stand – drei Pralinen einer bekannten Schweizer Schokoladengießerei, und ein Post-it:

Happy Valentine!