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Narri, Narro!

Heute beim Rosenmontagsumzug: Kalt wars, aber schön!

Schön, dass dieses Brauchtum auch in unserer digitalisierten Zeit immer noch so viele Menschen auf die Straße lockt! Bilder von weiteren 60 Gruppen erspare ich euch aber. 😉

 

Hinweis: Laut Gesetz zum Recht am eigenen Bild ist es erlaubt, Menschen bei öffentlichen Veranstaltungen zu fotografieren, wenn diese nicht den Bildinhalt darstellen, sondern als „Beiwerk“ gelten können. Auch Gruppenfotos von mehr als 7 Personen sind erlaubt, wenn erkennbar ist, dass fotografiert wird und sie sich jederzeit bemerkbar machen könnten, wenn sie damit nicht einverstanden sind.
Sollte sich aber trotzdem jemand auf den Bildern erkennen und diese Veröffentlichung nicht wünschen, dann bitte eine kurze E-Mail an anhora1 (ät) gmx.de, und ich lösche das entsprechende Bild sofort.
Nix für ungut!

Aus der Traum

In einem Kleid aus schwerem Brokat, mit Perlen und hochgestecktem Haar schritt ich heute durch den Festsaal eines fürstlichen Anwesens. Ich plauderte mit den anderen Gästen über Ländereien, Personal und einträgliche Geldanlagen, die üblichen Themen in unserem Stand. Gutgelaunt würzte ich sie mit Anekdoten, wir nippten an Champagnerkelchen und verhakten uns schließlich in philosophischen Themen: Wie beeinflusst ein festgefahrenes Leben im Vergleich zu einem ungeordneten das Glücksempfinden jedes Einzelnen zum Beispiel. Ein Diener sammelte Gläser ein, bevor die Speisen aufgetragen wurden und wir setzten uns an die Tische.

Ich betrachtete den Silberlöffel in meiner Hand und einen Augenblick lang kam mir mein altes Leben in den Sinn. Die Liebe darin hatte mich sicher gehalten, doch gab es auch widerwärtige Menschen. Gefangen war ich gewesen in Gegebenheiten, die ich mir nicht ausgesucht hatte und denen ich nicht hatte entrinnen können. Der Traum vom Leben, wie mein Herz es mir sagt, war immer bei mir geblieben.

Wie Wolken, die sich fortwährend neu formen und in denen man immer deutlichere Bilder erkennt, wurden meine Erinnerungen auf einmal konkret. Da sah ich mich Geld verdienen, Rechnungen begleichen, Angehörige versorgen. Das war nicht mein Leben. Das ist mein Leben. Das Kleid fiel von mir ab, die Gäste waren fort, niemand hatte sich hier je über Ländereien unterhalten. Schon gar nicht ich.

Ich saß am Küchentisch und las weiter in einem Artikel über das Ulmer Kostümhaus. Ich wäre gern eine Gräfin, sagen wir 18. Jahrhundert,  Rokoko, da gabs die schönsten Kleider.  Vor allem müsste ich nicht mehr arbeiten gehn.

Und ihr? Was würdet ihr euch aussuchen in einem Kostümverleih? Auf welchen Ball würdet ihr gehen? Was wäre euer Tagtraum heute?