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Schtori vom Pferd

Ich gehe die Straße entlang und auf einen Mercedes zu, der vor der Einfahrt eines Neubaus parkt. An den Mercedes ist ein Pferdeanhänger gekoppelt. Beim Näherkommen höre ich, wie es darin klopft und stampft, eine der Seitenwände beult sich nach außen. Erschrocken wechsle ich die Straßenseite und beschleunige meine Schritte. Als ich fast vorbei bin, sehe ich, dass der Anhänger hinten offen ist. Eine Rampe führt zum Asphalt herunter, von innen dringen dumpfe Schläge. Kein Mensch ist zu sehen. Einen Moment lang überlege ich, was zu tun ist: weitergehen, umdrehen oder in Panik ausbrechen? Ich entschließe mich für die Panik, bleibe stehen wie schockgefroren und starre in die Öffnung des Anhängers. Innen bewegt sich etwas. Mein Herz macht jetzt einen argen Hüpfer.

Es ist aber kein Pferd, das sogleich auf die Rampe tritt und zur Straße hinunter balanciert. Es ist ein Mann. Er hält mehrere Regalteile auf den Armen und bemüht sich, die ungleich langen Bretter nicht fallen zu lassen. Jetzt sehe ich, dass Kisten und Möbel in dem Anhänger gestapelt sind. Ach so. Da zieht jemand um.

Erkenntnisgewinn: Angstbehaftete Menschen wie zum Beispiel Fremdenfeindliche sehen einen offenen Pferdeanhänger, aus dem Tritte dröhnen. Es könnte alles sein. NEIN, ich sympathisiere NICHT mit Pegida. Es fiel mir nur grad so ein.