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Arbeiten will gelernt sein

Es ist so eine Sache mit dem Arbeiten zu Hause. Egal wann ich beginne – erst komm ich in den Arbeitsfluss nicht rein, und wenn es dann endlich läuft, dann komm ich nicht mehr raus. Es war schon so, als ich noch als Übersetzerin arbeitete und oft bis in den späten Abend am Schreibtisch saß. Man hat eigentlich keinen Rhythmus mehr, geschweige denn die üblichen Arbeitszeiten.

Es leidet auch die Energie des Raums, der bisher mein Rückzugsort war. Hier habe ich gelesen, geschrieben, nachgedacht, ausgeruht. Hier konnte ich allein sein. Allein bin ich zwar immer noch, aber es liegen Ordner auf dem Boden, Unterlagen auf dem Tisch, zwischen Papier und Büroklammern ist eine Tasse Tee eingeklemmt, auf dem Fenstersims liegt das Diensthandy.

Doch was jammere ich. Fast tausend Tote in Italien in den letzten 24 Stunden. Gütiger Himmel …

Home Office

Kaum macht sich im Kopf das Wort „Home Office“ breit, schon hört man im Büro auf, E-Mails zu sortieren, Unterlagen zu ordnen, Dokumente genau zu lesen. „Mach ich daheim, wenn Ruhe ist“.
Wie Kraut und Rüben wurde alles, nicht meine Art.

Also war ich heute im Home (Office würde ich es nicht nennen) am Sortieren, Ordnen, Arbeiten, was geht. Es hat nicht so geflutscht, wie ich es erwartet hatte. Eher ein bisschen zäh das alles. Und einsam.
Aber das war es im Büro auch schon. Es sind nur noch zwei Personen als Notbesetzung am Standort erlaubt, der Rest ist zu Hause.

Morgen mache ich einen Plan. Eine To-Do-Liste.