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Rahmengedanken

Jeden Morgen gebe ich acht, die dicken schwarzen Käfer nicht zu überfahren. Sie krabbeln auf dem Radweg hin und her dort, wo er einerseits an einer Straße, andererseits an einem Maisfeld vorbei führt. Sonst sehe ich sie nirgendwo und ich frage mich immer, was die Attraktion sein könnte für die Tierchen. Gibt es Maiskäfer? Warum sind sie dann nicht im Feld?

Die Hitze liegt über dem Boden und riecht nach Kräutern und Heu, wenn sie beim Durchradeln aufstiebt. Bäume dagegen wehen kühl den Schweiß von der Haut. Deshalb fahre ich heute am Abend den Weg auf der anderen Straßenseite zurück, da ist es schattiger, und ich staune nicht schlecht: Dort, wo der Hain endet und die Sonne wieder übernimmt, sehe ich auf dem Boden mir bekannte schwarze dicke Käfer. Dabei gibt es hier kein Maisfeld, nur Wiese. Ich schaue über ein paar Büsche hinweg über die Straße – und auf der anderen Seite liegt das Maisfeld. Wer wandert hier wohin? Wandern sie überhaupt? Was lockt die Käfer an diese Stelle links und rechts einer stark befahrenen Straße?

Es ist gut, über solche Dinge nachzudenken. Sonst gäbe es ja nur Aufträge, Checklisten und Zeitdruck, ein Hecheln und Keuchen den ganzen Tag.