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Männerträume

Neulich im alten Bahnhof von Lindau.

 

Anklicken = groß!

Einfach mal dableiben!

Ohne den geliebten Briten könnte ich solche Übersetzungen ja nicht bewerkstelligen. Oder nicht so gut. Was ich für eine neuen Agentur gerade vom Englischen ins Deutsche übertrage, erfordert unbedingt seinen Einsatz und wann immer er den Raum betritt, hebe ich die Hand und deute auf die aufgelaufenen Fragen, die ich mit noch so viel Recherche nicht lösen kann. Ungeheuerlich, mit welcher Leichtigkeit er sein Wissen aus der Tüte holt und über Turbinen, Hydraulik, Ventile und was sonst noch so vorkommt Kurzvorträge hält.

Während ich Stichpunkte zu diesen Erläuterungen notiere, schlendert er allerdings gerne davon und sinkt zum Beispiel aufs Sofa und stülpt sich die Kopfhörer über um fernzusehn, oder er geht in die angrenzende Küche und klappert mit Geschirr, dreht den Wasserhahn auf oder stellt den Teekocher an. Wenn ich dann den nächsten Satz vom Bildschirm ablese, kneift er die Augen zusammen, um sich besser zu konzentrieren und meine Worte zu verstehen, aber das wird durch die Hintergrundakustik und meinen Akzent erschwert. Also bringt er sein Gehör näher heran, indem er den Kopf seitlich nach vorne schiebt, und weil das immer noch nichts nützt, kehrt er meist in dieser Stellung zu meinem Schreibtisch zurück. Als habe er eine Schnur am Ohr und jemand ziehe daran. Dann gehen wir den nächsten Satz durch, und während ich Begriffe dazu aufschreibe und Wörter markiere, spaziert er schon wieder davon und das Spiel beginnt von vorn

Effizient ist das nicht, doch das Ziel wird erreicht. Das ist die Hauptsache.