Zimmerreisen

Bei einer Zimmerreise geht es darum, die gewohnte Umgebung neu zu entdecken. Man reist zu beliebigen Gegenständen in einem Zimmer, betrachtet sie und erzählt etwas dazu.

Zu meinen Zimmerreisen in diesem Blog inspiriert mich ein Projekt von Pflanzwas und Puzzleblume, mehr dazu hier. Jeder kann teilnehmen und selbst auf die Reise gehen.In einem solchen „Reisebericht“ geht es aber nicht nur um ein Zimmer und dessen Möbelstücke oder Gegenstände als Sehenswürdigkeiten. Es geht auch um die Geschichten und Hintergründe dazu und vor allem um die Gedanken, die ein Objekt auslösen kannDa ist zum Beispiel ein Tisch, der aus einem bestimmten Holz gefertigt sein mag, aber auch als Treffpunkt für unterschiedlichste Menschen zu verschiedenen Anlässen dient und so Gemeinschaft, aber vielleicht auch Trennendes ausdrückt, wenn nicht jeder Platz immer belegt ist.

Die literarische Gattung der Zimmerreisen gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Xavier de Maistre  (1763-1852) nutzte einen Hausarrest von einem Monat zu seiner „Reise durch mein Zimmer“ („Voyage autour de ma chambre“). Das Buch ist eine Art Ethnologie seiner selbst.

Mehr dazu: „Zimmerreisen öffnen die Wahrnehmung“

Meine Zimmerreisen