Ausblicke

Vor ein paar Tagen stand ich am Kopierer und beobachtete wie immer  durchs Fenster den Strommasten draußen. Ich wollte wissen, was unser Storchenpärchen tut. Mal stehen beide Vögel oben auf ihrem Lager aus Zweigen, mal nur einer von ihnen, mal keiner. Was ich diesmal sah, war jedoch so ungeheuerlich, dass ich es kaum glauben mochte: Ein Riesenvogel besetzte das Nest! Mit ausgebreiteten Flügeln zappelte dort ein weißes Ungetüm prähistorischen Ausmaßes.

Ich vergaß die Kopien und trat zum Fenster, um besser zu sehn was da vor sich ging. Es war natürlich keine Überraschung, was ich entdeckte, und ich lachte. Ist es nicht Frühling? Unser Storch versuchte gerade, sich auf die Störchin zu setzen, und die Beine von Adebar sind lang, aber nicht so lang. Also musste er ohne festes Nest unter den Füßen mit Flügelhilfe seine Position auf der Dame halten. Wie ein Schwimmer, der im Wasser auf der Stelle hampelt. Die Spannweite von Storchenflügeln kommt auf bis zu zwei Metern, und von weitem erschienen die beiden Körper wie ein einziger.  Als ich zum Fenster hinausgeblickt hatte, sah es deshalb aus, als steige ein gewaltiger Phönix aus der Asche. Besser gesagt aus dem Strommast.

Nun, wir können uns denken, wie es mit unseren ganz normal gebauten Störchen dort oben weiter geht!

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