Applaus Applaus!

An sich bleibe ich lieber anonym im Internet, aber jetzt geht das natürlich nicht mehr. Wer aus meiner Stadt kommt, muss sich outen. Also: Ich stamme aus Ravensburg, und lebe auch hier.

Inzwischen werden alle halbwegs Sportinteressierten wissen, wo Ravensburg ist, und der berühmteste Ravensburger wurde heute am Rathaus empfangen: Emanuel Buchmann, Vierter bei der Tour de France, ein Riesentalent im Radsport und ein bescheidener, unaufgeregter junger Mann, den man herzen möchte.

Emu, wir sind so stolz!!!

Zu heiß zu allem?

Bei anhaltenden Hitzephasen mit all ihren Begleiterscheinungen macht man sich schon mal Gedanken darüber, wie sich das Klima auf Menschen auswirkt.

Südländer mussten immer schon am Tag in der Hängematte liegen, um nicht beim Arbeiten in glühender Sonne an einem Hitzschlag zu sterben. Trotzdem hatten sie genug zu essen: Früchte fallen vom Baum, Gemüse wächst aus der Erde, Fische zappeln am Strand. Sowas in der Art.

Wir Nordländer hingegen mussten stets ackern und machen und tun, um nicht zu verhungern und zu erfrieren: Häuser bauen, Vorräte anlegen. Wenn wir aber im Herbst die Heugabel zur Seite legten, hatten wir Zeit zum Nachdenken, Neues erfinden, Erkenntnisse gewinnen.

Deshalb stammen die größten Bauwerke, Erfindungen, Dichter und Denker aus unseren Breitengraden.

Schmarres.

Die mächtigsten Bauwerke der Antike stehen in Ägypten, die ausgefeilteste Technik im alten Rom, die größten Philosophen lebten in Griechenland. Denen war es nicht zu heiß zum tüfteln und denken.

An dieser Stelle: Respekt.

Ab 32 Grad schmilzt mein Gehirn und ich will wie die Katzen nur noch herumliegen. Egal wo.

Liebe ältere Menschen, ich hab nichts gegen euch!

Ich bin ja selbst ein älterer Mensch, und es macht mir nichts aus.

Dachte ich.

Eigentlich wollte ich hier nur das Sommerloch stopfen und ein kleines Rätsel posten. Tippte das also in die Suchmaschine ein und als Erstes erschien: „Sommerrätsel für Senioren und Demenzkranke“. Das nicht, war mein erster Impuls.

Es folgten Rätsel für Kinder (unter fünf verschlungenen Wegen den richtigen erkennen, der zum Strand führt), das Sommerpreisrätsel einer Tageszeitung (ein Kreuzworträtsel) und mehr Denksportaufgaben für Menschen im höheren Lebensalter.

Nein, dachte ich wieder, keine Seniorenrätsel. Womöglich spricht es mich an und dann habe ich es schriftlich: Ich bin die Zielgruppe. Alt. Oder gar dement. Es gibt Dinge, die will man nicht wissen und so war ich ratlos.

Ich meine – ich hab nichts gegen ältere Menschen. In den Jahren, als ich mich um meine Mutter kümmerte, habe ich eindrucksvolle Persönlichkeiten kennengelernt und ins Herz geschlossen, alle zwischen 90 und 100 Jahre alt. Ich verstehe meinen Widerwillen selbst nicht recht.

Na gut.

Hier mein Sommerrätsel:

Es handelt sich um ein Anagramm, d.h. Buchstaben müssen richtig geordnet werden.
Zum Beispiel STAPELEFACH —> richtig APFELTASCHE

Jetzt die Aufgabe: Was verbirgt sich hinter ARSCHBROT?

Die Lösung findet ihr unter https://www.seniorenfreundlich.de/raetsel-quiz.html
(man muss etwas nach unten scrollen)

Eine Menge witziger Rätsel wie z.B.
„Schreibt man „nämlich“ mit H?“ (Ja, nämlich mit einem H am Ende!)
gibt es hier:
https://www.seniorenfreundlich.de/pisa-test.html

Bildquelle: https://pixabay.com/

Ist es für euch ein Unterschied zu wissen, dass es sich um Seniorenrätsel handelt?

„Selig seid ihr, es wird euch gut ergehen“

Von der Mythologie her befinden wir uns auf geheiligtem Boden. Auf der Insel Samos wurde die Göttin Hera geboren, später heiratete sie hier den Göttervater Zeus. Hera gilt auf der Insel als Wächterin der Geheimnisse des ehelichen Lebens, als Schutzpatronin der Ehe und als Geburtsgöttin.

Wenn das nicht passt, hatte ich gedacht beim Anflug auf Samos. Aber beim Gebären sind wir aktuell noch nicht. Erst einmal wurde geheiratet auf Samos, und zwar vor einer Woche und mit so viel Glamour wie sicherlich einst das Götterpaar.

Meine Tochter und ihr griechischer Mann haben sich nun also nicht nur vor der Welt, sondern auch vor Gott das Ja-Wort gegeben. Unsere Familie hat jetzt deutsche, österreichische, schweizerische, britische und griechische Mitglieder. Was für ein Fest! Wir freuen uns so.

 

Und wenn man schon mal da ist, genießt man natürlich die herrliche Insel, die vom Massentourismus zumindest auf der Südseite noch nicht entdeckt wurde.

Die Wahrheit über den Sirtaki

Rechter Fuß Schritt rechts seitwärts
Linker Fuß kreuzt hinter rechtem Fuß
RF rechts seitwärts
LF vorn überschwingen …

Wusstet ihr, dass der Sirtaki gar kein griechischer Tanz ist? Und schon gar nicht traditionell?

Er wurde 1964 erfunden, und zwar zur Filmmusik von Mikis Theodorakis für den Film Alexis Sorbas. Angeblich soll der Hauptdarsteller Anthony Quinn tänzerisch nicht begabt gewesen sein und  man wollte es ihm leichter machen. Der Schauspieler selbst erklärte die Erfindung der Tanzschritte mit einer Fußverletzung. Durch den Film wurde der Sirtaki weltweit bekannt und viele Nicht-Griechen halten ihn für den Inbegriff des griechischen Tanzes. Dabei sollte auffallen, dass es nur eine einzige „Sirtaki“-Melodie gibt, die wir natürlich alle kennen. D-rrmmm ….

„Sirtaki“ ist übrigens die Verkleinerungsform von Syrtos, und das ist der eigentliche griechische Volkstanz, ein Kreistanz. Der Sirtaki wird dagegen meist zu zweit getanzt mit den Armen über den Schultern des Nachbarn.

Griechische Tänze? Kann ich. Jedenfalls ein bisschen. Ich hab es mir auf Youtube genau angesehn.

Gelegenheit zum Üben habe ich am Samstag: Im letzten Jahr gab die Tochter nämlich das Ja-Wort zu ihrem Mann vor der Welt, am Samstag gibt sie es vor Gott. Und zwar in Griechenland, der Heimat des Schwiegersohns.

Das wird ein Fest!

Rechter Fuß Schritt rechts seitwärts
Linker Fuß kreuzt vor rechtem Fuß

 

Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?

Ich bereite ein Brötchen mit lecker Josta-Marmelade drauf, eine Tasse Apfelminztee dazu, trage alles zum Sofa. Feierabend. Ich daddle ein bisschen auf dem Handy herum, höre Musik, hänge meinen Gedanken nach, nehme das Brötchen und – was ist das? Es gleicht dem Logo eines weltbekannten Smartphone-Herstellers! Kurz gesagt: es fehlt ein Stück. Jemand hat in mein Brötchen gebissen.

Wie kann das sein? Der geliebte Brite ist nicht zu Hause, ich bin allein und starre ungläubig auf den Teller.

Es gibt natürlich nur eine Erklärung: Wer kann es schon gewesen sein außer ich selbst.
Ein unangenehmes Gefühl macht sich breit. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, von dem Brötchen abgebissen zu haben.
Erschöpft von der Woche oder erstes Anzeichen von Alzheimer?

Habt ihr auch manchmal solche „Ausfälle“?