Das Büro-Klo

Zur Toilettensituation an meiner Arbeitsstelle ist zu sagen, dass es sich um eine nachträglich eingebaute WC-Kabine handelt, und dass nicht genug Platz dafür vorhanden war. Es ist also sehr, sehr eng darin. Auf einen Klopapierabroller und eine Vorrat-Halterung wurde deshalb verzichtet, statt dessen baut die Reinigungsdame immer auf einem ca. 1,5 m hohen Mauervorsprung hinter der Toilette mehrere Klopapierrollen zu einer kleinen Pyramide auf. Nach dem Geschäft muss man sich also halb umwenden und nach oben greifen, um an die Spitzenrolle ranzukommen. Da darf man nicht ungelenkig sein!

Heute morgen war ich aber noch tapsig. Ich griff in die falsche Reihe und brachte das Konstrukt zum Einsturz. Mehrere Klopapierrollen rollten im Klo herum, die ich natürlich noch in sitzender Position alle erreichen und wieder einsammeln konnte. Einen Teil balancierte ich wieder an ihren Platz zurück, und dabei hab ich mir den Nacken verrenkt. Ich spüre dort einen scharfen Schmerz seither.

Ist das jetzt ein Arbeitsunfall?

 

Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

37 Gedanken zu „Das Büro-Klo

    1. Anhora Autor

      Liebe Brigitte, inzwischen kann ich meinen Kopf wieder halbwegs normal bewegen, danke für die Genesungswünsche! 🙂 Und ja, ich werde den Workflow auf der Toilette überdenken müssen. 😉

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        1. Anhora Autor

          „Alles fließt“, wusste schon Heraklit. Warum sollte es auf der Toilette anders sein? Hier nur eben mit dem Zusatz: „Manches fällt“. 😉

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        1. Anhora Autor

          Das ist ja schön, dass du den Dialekt magst! 🙂
          Wenn du unsere kleinen Schwätzle hier verstehen kannst, bist du wirklich gut. Ein Teil davon ist nämlich tatsächlich von der Alb! Mallybeau Mauswohn haut manchmal Dinger raus, die hab ich seit meiner Kindheit nicht mehr gehört, im Oberschwäbischen hat sich schon einiges verloren. Ich muss selbst immer wieder lachen über ihre Kommentare! 😀

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    1. Anhora Autor

      Lieber Ernst, danke für die Genesungswünsche! Ich komme noch etwas steif im Nacken daher, muss aber angesichts der Ursache selbst lachen. 😉
      Das Holzhäuschen ist in der Tat hübsch anzusehen, allerdings höre ich geradezu das Brummen der Fliegen innendrin. 😉

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  1. pflanzwas

    Schade, DEN Bericht hätte ich gerne gelesen, obwohl es wirklich nah am Arbeitsunfall war 🙂 Du Arme! Gute Besserung! Ich kann mir die Szene bestens vorstellen. Die Welt ist voll von engen Toiletten und ungünstigen Klorollenanhäufungen 😉

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    1. Anhora Autor

      Ach, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: Die Welt ist voller Engen und Ungünstigkeiten, nicht nur auf der Toilette. Aber im vorliegenden Fall gibt es Schlimmeres, und mein Nacken wird schon wieder. Danke für die Genesungswünsche! 🙂

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      1. Anhora Autor

        Eine Aufhängung gibt es eben nicht! Nur eine Ablagefläche für die Papierrollen, in ungünstiger Position. Wahrscheinlich müsste man die Toilette schließen wegen Baufehlern, aber dann wäre nur 1 Toilette übrig. Bisschen wenig für Büropersonal und Sprachkursteilnehmer. 😉

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  2. Pfeffermatz

    Leider kein Arbeitsunfall, so weit ich weiß… Der Toilettengang ist auch im Arbeitsleben eine private Tätigkeit. Auch der Gang zur Toilette ist nicht versichert, der Gang VOM WC zurück zum Büro dagegen schon. Crazy.

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    1. Anhora Autor

      Da schau her – jetzt krieg ich sogar noch eine Expertenmeinung! 🙂 Nicht dass ich vorgehabt hätte, einen Unfallbericht zu schreiben – aber dass Verletzungen auf der unternehmenseigenen Toilette nicht versichert sind, kann ich kaum glauben. Schließlich ist der Gang dorthin die direkte Folge einer großen Tasse Kaffee, die ich nicht auf der Toilette, sondern am Arbeitsplatz eingenommen habe. Ohne die wär ja alles nicht passiert … 😉

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      1. Wolfgang

        Die „große Tasse Kaffee“ ist aber Dein _Privat: Vergnügen. Oder gehört die Verkostung derselben laut Arbeitsvertrag zu Deinem Aufgabenbereich?

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        1. Anhora Autor

          Mein Arbeitgeber erwartet von mir, konzentriert zu arbeiten. Dazu gehört die Tasse Kaffee, damit mein Hirn sich vom Sofa erhebt und was tut. Zu Hause trinke ich keinen Kaffee, also ist es klar eine arbeitsunterstützende Maßnahme! 😉

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  3. mannisfotobude

    Also alle haben es schon geschrieben und Ihren Spaß bei „lesen“ geäußert. Mir fällt da auch nichts neues mehr ein, doch vielleicht das Wort „köstlich“ ! Wie sagt man auf schwäbisch “ Da möchte man doch „Mäuschen“ gewesen sein “ ! Du weiß was ich meine !!!!
    Arbeitsunfall ?? ich meine ja ! Es ist innerhalb der Firma passiert ! Problem ist nur dass Arbeitsunfälle der Berufsgenossenschaft gemeldet werden müssen und die werden aber auch ihren Spaß daran haben ! Habt ihr einen Sicherheitsbeauftragten im Betrieb ?? Der muss es ja wissen !!! In der BG wird das in die Memoiren eingehen !!!!
    Also Halskrause und gute Besserung !!

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    1. Anhora Autor

      „Do mecht mr Meisle sei!“ heißt das auf Schwäbisch! Und ja, ich kann mir ungefähr denken, was du meinst. 😉
      Ich werde der Berufsgenosschenschaft aber keine lustige Unterhaltung ermöglichen. Manchmal muss man etwas einfach ertragen und schweigen. Ich habs nur euch erzählt. ;-D

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  4. Pit

    Tut mir leid, aber tbei diesem Missgeschick muss ich schmunzeln, obwohl es fuer Dich schmerzheft ausgegangen ist. 😉 Bei mir waeren die Rollen uebrigens vermutlich IN der Toilette gelandet. 😉
    Gute und schnelle Besserung, und hab‘ ein feines Wochehende,
    Pit

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  5. hanneweb

    Nur für kleine schlanke und wendige Leute gedachtes Klo also… Ziemlich fiese Bauweise und die hoch gestapelten Klopapierrollen eine weitere Schikane… Auwaia 🙄
    Liebe Grüße von Hanne 🌞🍀

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  6. Mallybeau Mauswohn

    Liebe Anhora!

    Ohje, also erschtmol wünsch i Dir gude Besserung. So äbbes bleeds. Mr kennt wohl faschd von ma Gschäftsofall schwätza, schließlich warsch jo beim Gschäft macha 🙂 Do sollt mr scho mol Paragrapha wälza, vielleicht dätsch a baar Euro kriega. Ond des isch ma rechda Schwob nadierlich net egal, gell 🙂
    Des Fodole isch jedenfalls richdig herzig. Des entschädigt doch au …

    Liebs Grüßle ausm Räga
    Mallybeau

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